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Trotz landesweiter Proteste: Hollande will umstrittene Reform nicht zurücknehmen

Der französische Präsident François Hollande hat die umstrittene Arbeitsmarktreform trotz der andauernden Proteste im Land verteidigt. Ein Ende der

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Trotz landesweiter Proteste: Hollande will umstrittene Reform nicht zurücknehmen

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Der französische Präsident François Hollande hat die umstrittene Arbeitsmarktreform trotz der andauernden Proteste im Land verteidigt.

Ein Ende der angespannten Lage ist nicht in Sicht: Die Demonstranten fordern die Rücknahme der Regierungspläne. Ihre nächtlichen Proteste richten sich seit Wochen unter anderem gegen die Lockerung von Arbeitszeiten und Kündigungsmöglichkeiten.

“Bisher wurden nur kosmetische Änderungen gemacht. Sie sollten einen Keil zwischen die jungen Menschen und Arbeitnehmer treiben. Wir freuen uns, dass alle gemeinsam auf der Straße sind. Wir werden weitermachen bis der Gesetzentwurf zurückgezogen wurde”, erklärte eine Gewerkschafterin.

Im Osten von Paris schlugen die Proteste am Donnerstagnachmittag kurzzeitig in Gewalt um. Demonstranten warfen Steine und Glasflaschen, die Polizei setzte Tränengas ein.

Zur Rücknahme der Reform wird es allerdings nicht kommen, so Präsident Hollande im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Bürgern im französischen Fernsehen: “Einige derer, die protestieren, wollen, dass das Gesetz zurückgenommen wird. Doch das wird es nicht. Wir sind aber offen für Verhandlungen mit den Gewerkschaften, die den Sinn der Reform verstehen und sie unterstützen.”

Ob Hollande sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellt, will er gegen Ende des Jahres ankündigen. Der Präsident hatte erklärt, er glaube dass es Frankreich derzeit zwar nicht gut aber besser gehe als vor seinem Amtsantritt.

In einer Umfrage im Auftrag des Senders BFMTV hatten 87 Prozent der befragten eine negative Bilanz von Hollandes Präsidentschaft gezogen.

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