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Don McCullin und Martin Parr auf der "Photo London"

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Don McCullin und Martin Parr auf der "Photo London"

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Die Fotomesse London Photo in der britischen Hauptstadt vereint über 80 international bekannte Galerien.Besondere Ehre erfährt in diesem Jahr der britische Fotojournalist Don McCullin. Seine Karriere begann 1959 mit dem Fotografieren gesellschaftlicher Randgruppen. Zwischen 1966 und 1984 arbeitete er als Auslandskorrespondent für die Sunday Times und berichtete über die großen Katastrophen, Konflikte und Kriege.
Er wurde mit vielen Preisen geehrt, unter anderem dem Cornell Cappa Award, blickt aber heute eher kritisch auf seinen Beruf.

Don McCullin: “Ich habe meinen Ruf mit dem Leid anderer Menschen verdient. Dieser Gedanke sorgt dafür, dass ich mit mir selbst nicht absolut im Einklang bin. Ich freue mich über die Aufmerksamkeit, hüte mich aber auch vor Hommagen. Denn viele dieser Bilder sind nicht einfach anzuschauen, viele der dargestellten Menschen sind tot. Damit muss ich zurechtkommen.”

Martin Parr, Chronist des Alltags

Auch sein Landsmann, der Fotograf Martin Parr wirft einen aufmerksamen Blick auf die Welt, wenn auch mit einer gewissen Ironie. “Real Food” heißt sein jüngster Fotoband über Essensgewohnheiten rund um den Globus. Passend zum Thema gab es ein Happening mit Food Car bei der Vorstellung des Bandes.

Martin Parr: “Viele Leute glauben, dass die Fotografie eine Art Handwerk ist, ein Accessoire für andere Künste. Wenn man sich die Demokratie der Fotografie anschaut, die unglaubliche Masse an Menschen, die Bilder auf Instagram posten, wird deutlich, wie beliebt Fotografie ist. Fotobände sind gefragt. Das Kunstestablishment ist dabei, das zu begreifen und zu verstehen, wie wichtig Fotografie heute ist.”

Selfie im “Rankomat”

Der britische Porträt- und Modefotograf Rankin lädt zur Session im Photomaton, oder “Rankomat”, wie er den Apparat, der Bilder in seinem Stil anfertigt, nennt. Die Fotomesse im Sommerset House geht bis zum 22.Mai.

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