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Streit um Bürgerwehr in einem Netto-Laden in Arnsdorf bei Dresden

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Streit um Bürgerwehr in einem Netto-Laden in Arnsdorf bei Dresden

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Der Vorfall, bei dem ein offenbar psychisch kranker Asylbewerber aus dem Irak von Bürgern vor einem Netto-Laden an einen Baum gefesselt wurde, erregt nicht nur in den sozialen Medien Aufsehen. #Arnsdorf bei Dresden ist in aller Munde – vor allem seit ein Youtube-Video von dem Geschehen aufgetaucht ist. Darauf sieht man, wie ein junger Mann in einem Supermarkt herumsteht und offenbar nicht gehen will. Er wird dann rabiat von vier Männern abgeführt, die kurz zuvor in den Laden gestürmt waren.

“Bürgerwehr fesselt kranken Flüchtling an Baum”, schreibt der Focus, “Asylbewerber mit Kabelbinder an Baum gefesselt” titelt der MDR. Doch die rechtsextreme “Junge Freiheit” hat mit den Männern gesprochen, die den Asylbewerber aus dem Supermarkt werfen – darunter mit dem CDU-Kommunalpolitiker Detlef Oelsner. Dieser sieht das Ereignis ganz anders: “Wir haben Zivilcourage gezeigt”, heißt es da. Sie seien den Angestellten des Ladens zu Hilfe gekommen.

Die Polizei Sachsen sucht seit der Veröffentlichung des Videos nach Zeugen.

Auch Netto versucht inzwischen zu klären, was sich das wirklich abgespielt hat.

Auf Twitter gibt es die verschiedensten Reaktionen. Vor allem wird darüber diskutiert, was eine Bürgerwehr überhaupt darf.

Die Linke in Sachsen verurteilt die Tat.

Wieder ist von #kaltland die Rede.

Und gibt es jetzt sogar schon eine Gegengesellschaft?

Es bleibt abzuwarten, welches juristische Nachspiel der Vorfall von Arnsdorf haben wird.

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