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Attentat von Orlando: Reaktion aus Kabul

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Attentat von Orlando: Reaktion aus Kabul

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Auch in Kabul hat das Attentat auf den Nachtclub in Orlando Bestürzung ausgelöst. Der Vorsitzende der afghanischen Regierung Abdullah Abdullah verurteilte den Angriff und sprach den USA sein Mitgefühl aus. Er wies darauf hin, dass Terror in Afghanistan an der Tagesordnung sei: “Diese Attacke hat einmal mehr gezeigt, was Afghanen täglich an Terrorangriffen in ihrem Land erleiden müssen und welchen Preis wir bereits gezahlt haben. Wir danken den Vereinigten Staaten und der internationalen Gemeinschaft, die im Kampf gegen den Terrorismus an unserer Seite stehen.”

Die Eltern des Attentäters Omar Mateen stammen aus Afghanistan. Sein Vater hatte sich von der Tat seines Sohnes distanziert. Der Kabuler Student Zarif Ullah: “Omar Mateen wurde in den USA geboren und ist mit amerikanischer Kultur aufgewachsen. Er war Amerikaner. Er repräsentiert nicht Afghanistan.”

Meer Massih Amarkhil, ebenfalls Student in Kabul, sagte: “Das war eine radikale Tat und Radikalismus ist im Islam verboten. Es ist im Islam nicht erlaubt, eine unschuldige Seele zu töten.”

Erst am Freitag wurden bei einem Anschlag auf eine Moschee in der Provinz Nangarhar drei Zivilisten getötet. Seit Jahresbeginn starben mehr als 600 Zivilisten.

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