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Panorthodoxes Konzil: Politischer Krieg der Kirchen

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Panorthodoxes Konzil: Politischer Krieg der Kirchen

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Das erste Panorthodoxe Konzil seit dem Mittelalter auf der Insel Kreta wird durch das Fehlen von vier der 14 Kirchen geschwächt. Neben dem russischen Patriarchen Kyrill blieben auch die Vertreter der georgischen, der bulgarischen und der antiochenischen Kirche dem Treffen fern. Das Konzil wurde 55 Jahre vorbereitet. Das erste Treffen dieser Art seit mehr als 1000 Jahren sollte die Einigkeit aller orthodoxen Christen demonstrieren. Doch hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Kampf um die Macht: Es geht um Einfluss und politische Orientierung. Vordergründig geht es zwar um Beschwerden wie die Sitzordnung und den traditionellen Anspruch des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., der “Erste unter gleichen” zu sein. Doch der Konflikt geht tiefer: Laut Beobachtern ist es ein Kampf liberaler (Konstantinopel) gegen antiliberale Strömungen (Moskau).

(…)“Orthodoxe Christen sind nicht und sollten sich nicht als eine Föderation von Kirchen verhalten. Viele von uns haben das immer wieder gesagt. Wir sind eine Kirche, ein Leib und alle Streitfragen können nur innerhalb eines Konzils gelöst werden”, so Bartholomaios I..

Eine Botschaft an den russischen Patriarchen Kyrill, der für rund die Hälfte der orthodoxen Gemeinschaft steht. Die russisch-orthodoxe Kirche zählt fast 130 Millionen Mitglieder, die Hälfte von ihnen in der Ukraine.

Seit seinem historischen Treffen mit Papst Franziskus im Februar auf Kuba ist Kyrill stärker denn je. Der Konzil-Boykott von Russland zeigt, dass die orthodoxen Kirchen weit davon entfernt sind, Streitfragen offen zu diskutieren, geschweige denn, Einigkeit zu demonstrieren.

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