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Glastonbury: Musik, Matsch und Brexit

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Glastonbury: Musik, Matsch und Brexit

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Die überraschende Entscheidung der Briten für den Brexit sorgte für eine ganz besondere Atmosphäre auf dem diesjährigen Musikfestival im britischen Glastonbury. Viele der vor allem jungen Festivalgäste reagierten geschockt.

“Ich denke, wir werden ins Ausland ziehen und nie wieder nach England zurückkehren. Boris gefällt mir gar nicht”, meint ein junger Mann. Seine Freundin fügt hinzu: “Boris Johnson als Premierminister, die Vorstellung ist erschreckend. Wir werden wohl gehen.”

Ein anderer Festivalbesucher bedauert, dass während der Brexit-Kampagne falsche Zahlen zirkulierten. “Aber die Leute haben das blindlings ignoriert. Das zeigt, dass sie dazu bereit sind, einen Wirtschaftsabschwung zu riskieren. Aber wir jungen Leute wollen das nicht noch einmal erleben.”

Manch einer hatte auch für die Argumente der Brexit-Gegner Verständnis. “Es ist nicht so einfach auszusprechen, aber die Mehrheit der Briten hat ganz einfach gegen die Immigration gestimmt. Es gab keine konkreten Fakten, aber die Briten sind einfach froh, aus der EU raus zu sein, damit wir selbst über Immigration entscheiden können.”

Musik gab es übrigens auch auf dem Glastonbury Festival und angesichts der emotionalen Stimmung auch einige starke Worte auf der Bühne. Bands James, Foals, oder Coldplay bezogen Stellung, auch Damon Albarn, PJ Harvey udn Billy Bragg.

150 Tausend Festival-Besucher kamen in diesem Jahr, um kultige Auftritte von Bands ZZ Top oder Muse zu sehen. Zu den Highlights gehörte mit Sicherheit Adele. Böse Stimmen hatten im Vorfeld geunkt, die Sängerin eigne sich nicht für ein Rockfestival. Von wegen. Bei “Someone Like You” sangen alle mit.

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