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Iris van Herpen lädt zur "Haute Meditation"

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Iris van Herpen lädt zur "Haute Meditation"

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Haute Couture ist die Erlaubnis, das Extravagante zu tun. Kaum einer Designerin gelingt das so extrem, wie der Niederländerin Iris van Herpen, die in ihrer jüngsten Kollektion die Gesetze der Schwerkraft aufhebt und zur Meditation lädt! Stocksteife Models auf steilen Absätzen in spektakulären 3D-Kleidern, dazu das inspirierende Summen tibetanischer Klangschalen.

Iis van Herpen: “Ich finde ganz allgemein im Klang den Weg zur Meditation. Es geht nicht so darum, sich hinzusetzen und zu meditieren. Es geht darum, im alltäglichen Trubel, Frieden zu finden, und das gelingt mir mit Klängen. Ich habe versucht, diese Erfahrung für das Publikum nachfühlbar zu machen.”

Veranstaltungsort war eine Kirche in Paris (l‘église de l’Oratoire du Louvre), wo die Klangschleifen des Japaners Kazuya Nagaya besonders gut zur Geltung kamen. Apropos Klangschleifen: An die Schwingungen von Schallwellen erinnerten die organischen, hauchzarten Kleiderkreationen, auch an Blüten, Algen oder Fossilien.

Die Avantgarde-Schneiderin ist bekannt für den Einsatz ungewöhnlicher Materialien und Fertigungsverfahren wie Rapid Prototyping und 3D-Druck. Manches wirkt wie auf den Leib gegossen.

Iris van Herpen: “Einige Kleider sind aus federleichten Organza-Stoffen. Sie werden in geraden Linien ausgedruckt und dann direkt auf dem Körper gefaltet. Dadurch entstehen die Muster. Kymatik, das Sichtbarmachen von Klängen und Wellen, ist die Inspirationsquelle.”

Kleider aus einer anderen Welt, mit eingeschweißten Glaskugeln oder Swarovsky-Kristallen, an der Schwelle zum Kunstobjekt. Haute Couture auf die äußerste Spitze getrieben.

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