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In Hollywood gefragt: Experten für digitale Spezialeffekte

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In Hollywood gefragt: Experten für digitale Spezialeffekte

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Ohne “viusal effects”, digitale Spezialeffekte, würden die meisten Blockbuster ziemlich blass aussehen. Erst in der Postproduktion werden Schauspieler zu Monstern oder Superhelden. Hinter Kassenhits wie “Maleficent”, “Der Hobbit”, “Star Trek” oder “Avatar” steckt ein Expertenteam, das unermüdlich am Computerbildschirm spektakuläre Stunts und Spezialeffekte erzeugt. An der Gnomon School of Visual Effects im Herzen von Hollywood werden die künftigen Pixelexperten ausgebildet. Alex Alvarez gründete die Schule vor 19 Jahren.

Alex Alvarez, Gründer und CEO, Gnomon: “Ziele war, eine professionelle, karriereorientierte Ausbildungsstätte zu schaffen, für Leute, die einen kreativen Hintergrund haben, sei es nun Kunst, Bildhauerei, Malerei, Fotografie, Grafikdesign oder Architektur. All diese Kunstrichtungen können durchaus zu einer Karriere in der Unterhaltungsindustrie führen.”

Der erster Jahrgang zählte 50 Schüler, heute sind es gut 450 pro Jahr. Die Schule bietet Ausbildungen in sämtlichen Zweigen der 3D-Computergrafik-Industrie an. Der Campus verfügt über moderne Computer-Labore und Kunst-Ateliers, sowie eine hauseigene Galerie, in der die Werke der Studenten ausgestellt werden.
Industrie-Veteranen führen in die Kunst und Wissenschaft der professionellen 3D-Computergrafik ein.

Brett Shields studiert Game Design und findet: “Nirgendwo sonst kommen so viele Branchenexperten, Lehrer und Schüler zusammen, um gemeinsam, Videospiele, Strukturen oder Modelle zu erschaffen. Diese enge Zusammenarbeit ist wirklich bemerkenswert.”

Thom May ist ebenfalls an der Schule und schätzt die Verbindungen zum lokalen Künstlernetzwerk. “Mir gefällt, dass es so viel Workshops, Animationen, Gesprächen mit Künstlern gibt und man von der großen Produzenten-Vielfalt profitiert.”

Die Nachfrage in Hollywood ist groß. 94 Prozent der Absolventen finden nach der Ausbildung einen Job in der Film- oder Videospielindustrie. Wichtig ist der praxisorientierte Einsatz. Neben dem Computerdesign lernen die Studenten auch, wie man Ideen in Skizzen und Skulpturen umsetzt.

Dominic Patten arbeitet für Webseite “deadline.com” und bestätigt: Gut augesbildete 3D-Künstler haben Zukunftsperspektiven. “Das besondere der Visual-Effects-Industrie ist, das haben wir in den vergangenen 5 bis 10 Jahren erlebt, dass sie in vielen verschiedenen Ländern angesiedelt ist. Vor allem sind es finanzielle Anreize, beispielsweise bei den Steuerabgaben oder für Gehälter. Deswegen zieht es Studios nach Asien, Indonesien oder Indien. Das sieht man in Kanada, wo es enorme Steuervergünstigungen gibt. Dort hat man bereits verstanden, wie wichtig dieser Industriezweig ist. Es gibt zusätzlich Anreize zu den existierenden Subventionen für die Film und Fernsehproduktion.”

Wenn Sie das nächste mal im Kino über Monster und Außerirdische staunen, wissen Sie, wer die schrägen Figuren erschaffen hat: Digitale Zauberkünstler, die nur nur ganz selten im Rampenlicht stehen – höchstens bei der Oscar-Verleihung für die besten visuellen Spezialeffekte.

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