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Michael Phelps schröpft sich zu Gold

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Michael Phelps schröpft sich zu Gold

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Als Michael Phelps am Montag mit der 4×100-Meter-Freistilstaffel der USA seine 19. olympische Goldmedaille gewann, war der Körper des Schwimmers mit kreisrunden Blutergüssen übersät. Die Erklärung ist eine mehr als 5000 Jahre alte Heilmethode: Das Schröpfen. Bei dieser Reiztherapie, die zu den ausleitenden Verfahren gehört, werden Kuppeln auf den Körper gesetzt. Es entsteht ein Vakuum. Auf diese Weise sollen Verspannungen reduziert werden.

“Ein Sportler kann von der Schröpftherapie profitieren, da Blutstauungen in die Muskelschichten bewegt werden”, sagt die Akupunkteurin Erika Weber. “Wenn es eine Blutstauung gibt, kann das zu Bewegungseinschränkungen und Entzündungen führen. Dieses Verfahren hilft, all das an die Oberfläche der Haut zu bringen, sodass das Blut ungehindert zirkulieren kann und Muskelbewegungen erleichtert werden.”

Wird die Haut vorher eingeritzt, füllen sich die aufgesetzten Kuppeln mit Blut. Dieses Verfahren wird meist bei akuten Beschwerden eingesetzt.

Auch bei US-Schauspielerin Jennifer Aniston wurden bereits Male gesichtet, die auf eine Schröpftherapie hindeuten.

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