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10000 in zwei Tage: Flüchtlingszahlen steigen wieder deutlich

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10000 in zwei Tage: Flüchtlingszahlen steigen wieder deutlich

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Die Zahl der Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, hat in den vergangenen Tagen wieder scharf zugenommen.

Allein in den vergangenen zwei Tagen haben europäische Schiffe fast 10.000 Migranten aufgenommen, die in kaum seetauglichen Booten unterwegs waren. Die meisten wurden kurz vor der libyschen Küste an Bord geholt.

An den Einsätzen im Mittelmeer sind Schiffe aus mehreren europäischen Staaten beteiligt.

Laut der Internationalen Organisation für Migration haben seit Jahresbeginn mehr als 105.000 Migranten Italien über das Mittelmeer erreicht. Seit 2014 sind mehr als 400.000 irreguläre Migranten auf diesem Weg nach Europa gelangt.

Unterdessen hat die italienische Polizei in verschiedenen Häfen 15 mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen.

Renzi: “Europa kann nicht jeden aufnehmen”

Die Politik ist derweil nach wie vor ratlos, wie sie dem massiven Andrang Herr werden soll. Rom und Berlin wollen sich nun gemeinsam für ein Zurückschicken abgelehnter Asylbewerber und eine gerechte Lastenverteilung einsetzen.

Italiens Regierungschef Matteo Renzi sagte bei einem Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, beide Länder wollten, dass Flüchtlinge gleichmäßig und gerecht in Europa verteilt würden. “Wir wissen, dass es Grenzen gibt. Es ist undenkbar, dass Europa jeden aufnehmen kann.”

Merkel sicherte Renzi in der Flüchtlingsfrage zudem die Unterstützung und Hilfe Deutschlands zu. “Wir alle sind betroffen, wenn an den europäischen Außengrenzen etwas Schwieriges passiert”, sagte sie.

EU: Libyen soll ab kommendem Jahr Grenzen sichern

Die EU rechnet indes damit, dass die unkontrollierte Migration aus Libyen erst kommendes Jahr spürbar sinkt. Das im Rahmen des EU-Miltäreinsatzes Sophia organisierte Ausbildungsprogramm für libysche Küstenschutzkräfte werde im Frühjahr 2017 weitestgehend abgeschlossen sein, sagte ein ranghoher EU-Beamter am Mittwoch in Brüssel. Die Libyer sollten dann wieder in der Lage sein, mit der wirksamen Kontrolle ihrer Hoheitsgewässer zu beginnen.

Die EU-Pläne sehen vor, insgesamt 1000 Küstenschützer auszubilden. Die ersten 80 von ihnen sollten Ende September oder Anfang Oktober für ein 14-wöchiges Trainingsprogramm auf zwei Kriegsschiffen aus Italien und den Niederlanden gebracht werden, hieß es in Brüssel.

Als Folge des Bürgerkriegs gibt es in Libyen derzeit keinen funktionierenden Grenzschutz.

Am Training der libyschen Küstenschutz-Kräften werden sich voraussichtlich auch deutsche Soldaten beteiligen. Deutschland hat angeboten, ein Ausbildungsteam der Bundeswehr zu stellen.

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