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Schweres Erdbeben erschüttert Japan

Atomanlagen nach ersten Informationen unbeschädigt

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Schweres Erdbeben erschüttert Japan

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Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Westen Japans erschüttert. Nach bisherigen Informationen gibt es jedoch keine Toten oder Schwerverletzten.

Zwar gibt es vereinzelt Berichte über eingestürzte Häuser, besonders schwere Schäden blieben aber offenbar aus. Eine Tsunamiwarnung gab es nicht. Aber obwohl alles bisher glimpflich verlaufen ist, warnt der Direktor des japanischen Wetterdienstes Gen Aoki vor einstürzenden Häusern und möglichen Erdrutschen sowie vor Nachbeben.

Wegen des Erdbebens fallen in Japan Schnellzugverbindungen und Flüge aus, Straßen wurden gesperrt, um sie auf Schäden zu überprüfen. Japanische Medien berichten, zehntausende Haushalte seien ohne Strom. Das nahegelegene Atomkraftwerk Shimane ist nach offiziellen Angaben unbeschädigt geblieben. Eine Uranaufbereitungsanlage war nach Behördenangaben knapp eine Stunde vom Stromnetz getrennt, konnte aber durch Generatoren weiterversorgt werden.

Das Epizentrum lag 8 Kilometer südlich von Kurayoschi in der Präfektur Tottori. Japan liegt in einer der erdbebenreichsten Regionen der Erde, rund ein Fünftel der Beben mit einer Stärke über 6 haben dort ihren Ursprung. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS hatte das Beben vom Freitag eine Stärke von 6,2.