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Nachbeben der Stärke 4,8 erschüttert die Marken und Umbrien

Die mehrfachen Erschütterungen sorgen für weitere Schäden. Landwirte und ihre Herden haben Versorgungsschwierigkeiten.

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Nachbeben der Stärke 4,8 erschüttert die Marken und Umbrien

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In Mittelitalien hat ein Nachbeben die Regionen Umbrien und Marken erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 4,8 ereignete sich um kurz vor 9 Uhr Vormittags. Die mehrfachen Erschütterungen lassen immer mehr historische Bauten und Wohngebäude einstürzen. Aber auch Einrichtungen wie Straßen oder die in der Region vorkommenden oberirdischen Bestattungsgebäude müssen wieder in Stand gesetzt werden.

Während viele Einwohner vorübergehend an sichereren Ort untergebracht werden, müssen sich an die 3000 Landwirte der betroffenen Regionen noch um die Versorgung ihrer Viehbestände kümmern. Die meisten davon sind Familienbetriebe, laut der Landwirtschaftsvereinigung Coldiretti halten sie insgesamt rund 100.000 Kühe, Schafe und Schweine.

“Normalerweise haben wir die Kühe von Mai bis November oben am Berg”, so Landwirt Angelo Stazzo aus der Ortschaft Castelsantangelo. “Mit der Situation dieses Jahr müssen wir sie eher herunterbringen, das werden wir jetzt tun. Wenn die Regierung uns einen Stall zur Verfügung stellt, können wir sie unterbringen. Sonst haben wir keine Lösung für den Winter.”

Normalerweise fährt Stazzo zweimal täglich hinauf auf die Weiden. Doch nach dem Beben vom Sonntag wurde die Straße unpassierbar. Sein Hof ist ebenfalls unbewohnbar geworden.

Seismologen führen die jüngsten Beben auf eine Reihe von Verwerfungen in den Appeninen zurück. Sie gehen davon aus, dass es noch über Wochen hinweg Nachbeben geben wird.