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"Displacement": Eine Choreografie über die Flucht


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"Displacement": Eine Choreografie über die Flucht

Was geschieht mit dem Körper eines Menschen, der fliehen muss, seine Freiheit verliert? Eine Antwort auf diese Frage sucht der syrische Choreograf Mithkal Alzghair in Displacement, einer Choreografie, in der seine persönliche Erfahrung des Exils verarbeitet. Der in Damaskus und Montpellier ausgebildete Tänzer lebt seit sechs Jahren in Europa. Grundlage für seine choreografische Arbeit sind traditionelle syrische Tänze.

euronews-Reporter Iorgos Mitropoulos sprach mit dem Tänzer in Athen.

Mithkal Alzghair: “Diesen traditionellen Tanzstil interpretiere unter dem Gesichtspunkt der Vertreibung, stelle Frage, wie es ist, ein Gebiet zu verlassen und sich eine neue Identität aufzubauen.”

Mithkal Alzghairs Körpersprache bringt die Zerrissenheit der Geflüchteten und Vertriebenen zum Ausdruck.

Mithkal Alzghair:“Die Choreografie basiert auf zwei Bewegungen. Die erste ist die eines traditionellen Tanzes namens Depke, bei dem vor allem mit den Füßen gearbeitet wird. Die zweite Bewegung betrifft die Hände. Wir heben beim Tanzen unsere Arme, das kann eine Einladung bedeuten, aber auch ein Geste der Warnung sein oder um sich der Gewalt entgegen zu setzen.”

“Displacement” war unter anderem auf dem Berliner Festival “Tanz im August” zu sehen. Bis zum nächsten Sommer sind Auftritte in Frankreich, Norwegen Portugal und Österreich geplant.

déplacement, mithkal alzghair, teaser from Mithkal Alzghair on Vimeo.

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