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Kennzeichen Krise - Griechische Filme beim Festival in Thessaloniki


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Kennzeichen Krise - Griechische Filme beim Festival in Thessaloniki

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Griechische Filmemacher standen im Rampenlicht des diesjährigen internationalen Filmfestivals von Thessaloniki. Viele von ihnen setzen sich in ihren Filmen mit den Auswirkungen der Wirtschafts- und Flüchtlingskrise auseinander. Wir stellen Ihnen drei der diesjährigen Beiträge vor.

“Amerika Square”

So auch Amerika Square, der zweite Spielfilm von Yannis Sakaridis. Der Streifen verknüpft das Schicksal mehrerer Menschen rund um den titelgebenden Athener Platz, auf dem die Gestrandeten der Gesellschaft aufeinandertreffen.

Yannis Sakaridis: “Ich habe nach einer Filmform gesucht, die sich mit dem neuen Neorealismus vereinbaren lässt. Ich brauche aber auch etwas Humor und eine Dosis Lyrik. Ich mag keine Filme, die reine Melodramen sind, weil sie sich mit Problemen auseinandersetzen, die sehr emotional sind.”

“Afterlov”

In Afterlov von Stergios Paschos passt der mittellose Musiker Nikos mitten im Sommer auf das Haus und den Hund eines Freundes auf. Doch als seine Ex-Freundin Sofia zu Besuch kommt, gerät die ganze Sache aus dem Ruder. “Afterlov” ist Stergios Paschos Spielfilmdebüt und feierte auf dem Film Festival in Locarno Premiere.

Stergios Paschos: “Es ist ein komischer Film, vor allem im ersten Teil. Danach verwandelt er sich zusehends in etwas anderes. Ich würde es so beschreiben: Du machst einen Spaziergang im strahlenden Sonnenschein. Während du diskutierst, verstreicht die Zeit. Plötzlich ist es nachts und Du stehst mitten in einem düsteren Wald.”

“Park”

Auch Park von Sofia Exarchou ist ein Debütfilm. Der Streifen handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die auf dem Gelände des ehemaligen Olympischen Dorfes der Sommerspiele 2004 die Zeit totschlagen. Anna und Dimitris sind ein junges Paar, das vom Leben der reichen Touristen am nahe gelegenen Strand träumt.

Sofia Exarchou: “Das Paradoxe daran ist, dass die Spiele gerade mal zehn Tage dauerten. Das ist nur eine Show, niemand interessiert sich dafür, was nach den Spielen übrig bleibt. Das hinterfrage ich, das hat mich zu dieser Story inspiriert. Ich wollte die Menschen zeigen, die zurückbleiben und wie das Olympische Dorf heute aussieht, mehr als zehn Jahre nach den Spielen. Das macht einen mehr als stutzig, wenn man den Film sieht”.

“Park” war unter anderem auf den Filmfestivals in Toronto, San Sebastián und Warschau zu sehen.

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