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Comeback einer Judolegende zum Saisonfinale in Tokio


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Comeback einer Judolegende zum Saisonfinale in Tokio

Tag drei beim letzten Judo Grand Slam der Saison in Tokio. Die oberen Gewichtsklassen traten auf die Matte. Dort erlebte der Serbe Aleksandar Kukolj im Finale der Klasse bis 90 Kilogramm ein Déjà-Vu im Kampf gegen Axel Clerget. Genau wie Ende Oktober beim Grand Slam in Abu Dhabi konnte der Franzose mit den Judokünsten Kukoljs nicht mithalten. Der Serbe sicherte sich Gold mit der Bestwertung Ippon. Vor dem Finalkampf hatte er am Sonntag gegen zwei japanische Judoka gewonnen – in deren Heimat und im Geburtsland der Kampfsportart.

Nach der Siegerehrung sagte Kukolj im Euronews-Interview: “Das sind zwei Goldmedaillen in gut zwei Monaten. Vor der ersten beim Abu Dhabi Grand Slam war ich der Favorit auf den ersten Platz. Es war zu erwarten, auch wenn ich ein paar wirklich schwere Kämpfe meistern musste. Hier war das ähnlich, aber in Tokio weiß man nie. Ich hatte viele Gegner aus Japan. Schon zuvor hatte ich gegen Japaner gekämpft und keinen einzigen bezwingen können. Heute habe ich gleich zwei besiegt. Es war ein harter aber guter Tag.”

Auch im Finalduell der Klasse bis 100 Kilogramm reichte es einem Franzosen nur für Silber. Cyrille Maret unterlag dem Russen Kirill Denisov, der den Kampf mit einem Yuko für sich entschied. Mit Maret stand ihm einer der besten Judoka der unter 100 Kilogramm-Klasse gegenüber. Der Franzose ist dreifacher Grand-Slam-Sieger und holte dieses Jahr bei Olympia in Rio Bronze.

Zwei sehr junge Judoka kämpften um die Goldmedaille der Frauen bis 78 Kilogramm. Am Ende konnte sich die 20-jährige Sarah Asahina vom heimischen Publikum als Siegerin bejubeln lassen. Die Japanerin verwies ihre nur 16-jährige Landsfrau Sone Akira mit einem Shido auf Platz zwei. Anna-Maria Wagner konnte sich im Kampf um die Bronzemedaille der Klasse bis 78 Kilogramm nicht durchsetzen. Die Deutsche belegt Platz fünf. Genau wie Sven Heinle bei den Männern über 100 Kilogramm.

Für die Überraschung des Tages sorgte eindeutig Alexander Mikhaylin. Mit dem Russen – eigentlich im Ruhestand – kehrte in Japan eine lebende Judo-Legende zurück. Drei Weltmeistertitel und 2012 die olympische Silbermedaille in London. Der Finalgegner kein Geringerer als Teddy Riner. Danach beendete Mikhaylin seine Karriere. Jetzt mit 37 Jahren in Tokio das Comeback. Besonders weit schaffte es der Russe nicht. In der Klasse über 100 Kilogramm schied er gegen den 16 Jahre jüngeren Kageura Kokoro aus Japan aus.

Der Grand Slam in Tokio war der letzte der Saison. Euronews-Reporter Pedro Lasuén blickt zurück: “Das Jahr 2016 geht zu Ende. Schauen wir uns die Statistiken und Ergebnisse der Judosaison an. Japan dominierte die Olympischen Spiele in Rio, aber zählt man die Medaillen, war Russland nicht zu schlagen. Danach kommt Frankreich auf Platz drei. Wir sehen uns im August 2017 wieder mit dem Beginn der neuen Judo-Weltmeisterschaft in Budapest. Im Video finden Sie die besten Ippons des Jahres. Hajime.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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