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Hawaii: Abe zu Pearl-Harbor-Besuch eingetroffen


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Hawaii: Abe zu Pearl-Harbor-Besuch eingetroffen

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat auf Hawaii im Vorfeld seines Treffens mit US-Präsident Barack Obama mehrere Gedenkstätten besucht. In Begleitung von zwei Kabinettsmitgliedern legte Abe in Honolulu einen Kranz auf einem Friedhof für japanische Einwanderer nieder. Vor seiner Begegnung mit Obama in Pearl Harbor am 75. Jahrestag des japanischen Luftangriffs auf den dortigen Stützpunkt der US-Pazifikflotte verzichtete Abe auf öffentliche Äußerungen. Damals waren 2400 US-Amerikaner ums Leben gekommen. Der Angriff hatte zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg geführt. 

Dass Abe nach Pearl Harbor reisen würde, war erwartet worden, nachdem Obama Ende Mai als erster amtierender US-Präsident Hiroshima besucht hatte. Die japanische Stadt war im August 1945 durch eine Atombombe der Amerikaner weitgehend zerstört worden. Eine Entschuldigung Abes für den ohne Kriegserklärung ausgeführten Angriff auf Pearl Harbor wird nicht erwartet. Auch Obama hatte sich in Hiroshima nicht entschuldigt.

Mit dem Besuch von Pearl Harbor wollen Abe und Obama nach Einschätzung von Beobachtern demonstrieren, dass die japanisch-amerikanische Wiederaussöhnung in der Nachkriegszeit erfolgreich war.
Beide Länder gelten inzwischen als enge Verbündete in der Pazifik-Region, die durch Interessen Chinas und die Provokationen Nordkoreas vor Herausforderungen steht. Vor seinem Abflug nach Hawaii hatte Abe in Tokio gesagt: “Der Schrecken des Krieges sollte sich niemals wiederholen”.

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