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5 BAFTAS für US-Musical "La La Land"


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5 BAFTAS für US-Musical "La La Land"

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Den Erfolg des Musical-Films “La La Land” scheint nichts mehr bremsen zu können. Bei der Verleihung der britischen Filmpreise, der BAFTA Awards, wurde der Streifen von Damien Chazelle fünf Mal ausgezeichnet, in den Kategorien bester Film, beste Regie, beste Schauspielerin, beste Filmmusik und beste Kamera.

Hauptdarstellerin Emma Stone nahm den Preis sichtlich bewegt mit folgenden Worten entgegen: “In diesen Zeiten, in der die Welt so gespalten ist, kann die positive Kraft der Kreativität helfen, Gräben zu überwinden und dafür sorgen, dass sich Menschen weniger allein fühlen.”

Die BAFTAS gelten als als wichtiger Oscar-Indikator und “La La Land” mit seinen sensationellen 14 Oscar-Nominierungen hat große Chancen auf die begehrte Goldstatue. Sieben Golden Globes hat der Film bereits auf dem Zähler.

Als bester Schauspieler wurde Casey Affleck für seine Darbietung in dem Indie-Drama “Manchester by the Sea” ausgezeichnet und setzte sich damit gegen seinen “La La Land”-Konkurrenten Ryan Gosling durch. Der Film von Kenneth Lonergan wurde außerdem für das beste Original-Drehbuch prämiert.

Zur besten Nebendarstellerin wurde die Amerikanerin Viola Davis gekürt, die in der US-Tragödie “Fences” an der Seite von Denzel Washington spielt. Bester Nebendarsteller wurde der Brite Dev Patel für “Lion”.

Patel und Leinwandkollegin Nicole Kidman gaben den besten britischen Film des Jahres bekannt: “I, Daniel Blake” von Ken Loach. Der 80-jährige Regisseur übte in seiner Dankesrede scharfe Kritik an der konservativen britischen Regierung.

Ken Loach: “Ich danke der Akademie, dass sie die in diesem Film dargestellte Wahrheit unterstützt, die hundert Tausende Menschen in diesem Land kennen, dass die verletzlichsten und ärmsten Leute von dieser Regierung mit einer herzlosen Brutalität behandelt werden.”

Das bereits mit der Goldenen Palme ausgezeichnete Sozialdrama erzählt vom Kampf eines Mannes gegen das britische Wohlfahrtssystem.

Maren Ades “Toni Erdmann”, nominiert in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film, ging leer aus. Diese Trophäe holte das ungarische Holocaust-Drama “Son of Saul” von Laszlo Nemes .

Bester Dokumentarfilm wurde “13th” von Ava DuVernay, bester Animationsfilm “Kubo – Der tapfere Samurai”.

Das ebenfalls als starker Oscar-Anwärter geltende Drama “Moonlight” von Barry Jenkins war zwar vier Mal nominiert, wurde bei den britischen Filmpreisen aber völlig übergangen.

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