Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Jüdische Einrichtungen in den USA: Bombendrohungen und Grabschändungen


USA

Jüdische Einrichtungen in den USA: Bombendrohungen und Grabschändungen

Die Sorge vor Gewalt gegen Juden in den USA hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Gegen eine Reihe von jüdischen Einrichtungen hat es Bombendrohungen gegeben.

Zwar stellten sich US-Medien zufolge alle Drohungen bisher als falsch heraus, trotzdem richteten die Täter Chaos an. Jüdische Gemeindezentren wurden evakuiert, in der Gegend um Washington D.C. mussten mehr als 100 Schüler ihre Schulen verlassen. Hunde durchschnüffelten die Gebäude nach Sprengstoff. Betroffen waren Einrichtungen in elf US-Bundesstaaten.

Die neue US-Regierung stellte sich demonstrativ hinter die jüdischen Gemeinden. Sean Spicer, Sprecher des US-Präsidenten Trump, betonte die Gleichheit aller Religionen: “Der Präsident verurteilt diese hassgetriebenen, antisemitischen Aktionen aufs Schärfste. Seit den Gründungstagen unserer Nation war es unser Bestreben, unsere Bürger bei der Ausübung ihrer Religion zu schützen. Niemand in Amerika sollte Angst haben wegen seiner Religion, die er aus freien Stücken gewählt hat.”

Friedhöfe geschändet

Die Bombendrohungen scheinen der bisherige Gipfel einer Serie von Attacken auf Juden in den USA zu sein. Bereits fünf Wellen von Drohungen hat es in diesem Jahr bereits gegeben. In der vergangenen Woche waren dann zwei jüdische Friedhöfe in Philadelphia und St. Louis geschändet worden. Insgesamt wurden mehr als 200 Grabsteine umgeworfen und teilweise zertrümmert.

Auf die Täter in Philadelphia hat die Anti-Defamation League eine Belohnung in Höhe von rund 12.000 Euro ausgesetzt. In einer Solidaritätsaktion mit der jüdischen Gemeinde sammelten Muslime mehr als 100.000 Euro ein, um bei der Reparatur der Schäden zu helfen. US-Vizepräsident Mike Pence beteiligte sich in St. Louis an den Aufräumarbeiten.

ALL VIEWS

Tap to find out
Italien tritt in der Sterbehilfe-Debatte auf der Stelle: "Mangel an politischem Willen"

Italien

Italien tritt in der Sterbehilfe-Debatte auf der Stelle: "Mangel an politischem Willen"