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Frankreich: Kugel aus Polizeigewehr verwundet zwei Menschen

Bei einer Rede des französischen Präsidenten Hollande fiel ein Schuss. Eine Chronik des Ereignisses.

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Frankreich: Kugel aus Polizeigewehr verwundet zwei Menschen

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In Frankreich hat ein Scharfschütze der Polizei offenbar unabsichtlich auf zwei Menschen geschossen. Eine Chronik des Ereignisses.

Staatspräsident Francois Hollande weiht in Villognon im Westen des Landes eine neue Zugstrecke ein. Es ist der Streckenabschnitt zwischen Tours und Bordeaux im Westen des Landes, eine jener teuren und vielkritisierten Schnellfahrtrassen für den Prestigezug TGV.

Während Hollande am Pult seine Rede hält, ertönt ein schriller Knall. Der Präsident schaut zur Seite, stockt kurz irritiert, sagt dann, er hoffe, es sei nichts schlimmes passiert.

Hollande schaut kurz mit teilnahmsloser Miene nach unten, dann wieder zur Seite. Dann senkt er den Kopf wieder auf sein Manuskript, bewegt die Lippen, als wolle er gleich weitersprechen. Zehn Sekunden vergehen ohne Worte, dann hebt Hollande abwinkend die Hand, fügt hinzu: “Ich glaube nicht”, schluckt noch einmal und setzt seine Rede fort.

Immer wieder schaut er dabei zur Seite in die Richtung, in der der Schuss gefallen war. Schließlich endet er mit den Worten: “Es lebe Frankreich, es lebe der TGV!”

Was ist passiert?

Nach Informationen aus Polizeiquellen war der Polizist auf einem Dach etwa hundert Meter entfernt stationiert. Als er seine Position wechselte, löste sich der Schuss. Zwei Menschen wurden in die Wade getroffen.

Jetzt soll der Vorfall untersucht werden. Präsident Hollande sprach vor seiner Abreise mit den Verwundeten.