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Zehn Millionen Zuschauer: Erste Fernsehdebatte zu Frankreichs Präsidentenwahl

Die wichtigsten Kandidaten für die französische Präsidentenwahl haben sich der ersten Fernsehdebatte gestellt. Die Sendung dauerte über drei Stunden; fast zehn Millionen Menschen sahen zu.

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Zehn Millionen Zuschauer: Erste Fernsehdebatte zu Frankreichs Präsidentenwahl

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Die wichtigsten Kandidaten für die französische Präsidentenwahl haben sich gestern abend der ersten Fernsehdebatte gestellt.

Die Sendung dauerte bald dreieinhalb Stunden; fast zehn Millionen Menschen sahen zu – hier ist die ganze Debatte zu verfolgen.

Zu den wichtigeren Debattenthemen gehörten Europa, Sicherheit und Einwanderung.

Sie werde jede Einwanderung stoppen, sagte zum Beispiel die Rechtsaußenpolitikerin Marine Le Pen; legale Einwanderung ebenso wie illegale.

Auf ihre Kritik am Islam warf ihr der unabhängige Bewerber Emmanuel Macron vor, sie spalte damit die Gesellschaft und schaffe Feinde. Vier Millionen Franzosen seien Moslems; die große Mehrheit von ihnen würde sich nicht abschotten, sondern sei eingegliedert.

Benoît Hamon, der Kandidat der Sozialisten, sagte, die ausländische Bevölkerung in Frankreich sei seit 1930 stabil. Trotzdem werde jedes Jahr versucht, die Frage der Einwanderung für Wahlzwecke auszunutzen.

An der Debatte nahmen auch der konservative Bewerber François Fillon und der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon teil.

Zwei weitere Fernsehdebatten folgen noch, dann sogar im Kreis aller elf Präsidentschaftsbewerber.

Die Franzosen wählen ihr neues Staatsoberhaupt in gut einem Monat, am 23. April. Amtsinhaber François Hollande tritt nicht wieder an. Am 7. Mai folgt eine Stichwahl zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten.

In den meisten Umfragen führt Le Pen vor Macron. Sieger in der Stichwahl wäre dann aber Macron. Sehr viele Franzosen sind für die Wahl aber noch unentschlossen.