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Papst beschwört Geist der europäischen Solidarität

Zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge hat Papst Franziskus EU-Staats- und Regierungschefs empfangen.

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Zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Abschlusses der Römischen Verträge hat Papst Franziskus Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu einer Privataudienz empfangen. Morgen vor 60 Jahren hatten Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Belgien und die Niederlande die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet.

Der Papst rief dazu auf, das europäische Projekt mit Leben zu erfüllen und ihm neuen Schwung zu geben. Die Gründungsideale der Europäischen Union dürften nicht auf wirtschaftliche und finanzielle Erfordernisse reduziert werden, sagte der Papst. Europa sei mehr als die Summe einzuhaltender Regeln. Das erste Element europäischer Lebenskraft sei die Solidarität, betonte Franziskus.

Bei der Audienz waren auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und weitere EU-Spitzen dabei. Die britische Premierministerin Theresa May nimmt nach der Brexit-Entscheidung ihres Landes an den Jubiläumsfeiern nicht teil.

Am Jahrestag selbst wird auf einem EU-Gipfel in Rom unter anderem darüber beraten, wie es nach dem Brexit weitergehen soll.