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Homsec Madrid: Militär-Messe sorgt für Proteste

Die Homsec, Messe für "Sicherheits-und Verteidigungstechnologien" hat nicht nur Befürworter.

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Homsec Madrid: Militär-Messe sorgt für Proteste

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Jedes Jahr im März erfreut sich die Madrider Homsec, eine Messe des Verteidigungs-und Sicherheitssektors, großer Beliebtheit: Mehr als 15.000 Besucher aus 40 Ländern werden in diesem Jahr erwartet, um die neuesten Trends und Technologien der 195 Aussteller zu bewundern.

Doch die Homsec hat auch ihre Kritiker in Spanien, so hatte beispielsweise die Stadtverwaltung von Madrid hervorgehoben, dass sie nicht zu den Sponsoren der Veranstaltung gehört.

Andere Organisationen wie die anti-militaristische Desarma Madrid (deutsch: Madrid abrüsten), unter deren Dach sich verschiedene Aktivisten zusammengeschlossen haben, organisierte mehrere nicht-gewaltsame Aktionen gegen die Veranstaltung. 19 Demonstranten wurden vorrübergehend von der Polizei in Gewahrsam genommen. Die Homsec-Gegner kritisieren die Veranstaltung als Kriegstreiberei. Während es für Flüchtlinge kein Geld gebe, würde es stattdessen in Technologien investiert, die zu mehr Kriegen führen, so Josemi Lorenzo. Auch er hatte gegen Homsec protestiert.

Die Organisatoren der Ausstellung betonen die wichtige Rolle der Veranstaltung für die Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie und wiesen auf die geostrategisch wichtige Achse Spaniens zwischen Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten hin. Die Verteidigungsindustrie allein schafft 150.000 Arbeitsplätze, nicht dazu gerechnet sind die Jobs, die damit in direktem Zusammenhang stehen.

Das Verteidigungsbudget Spaniens beläuft sich auf 7 Milliarden Euro pro Jahr.