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Leiche von Kim Jong Nam nach Nordkorea ausgeflogen

Gleichzeitig wurde drei mutmaßliche Hintermännern des Giftmords die Ausreise nach Pjöngjang genehmigt.

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Die sterblichen Überreste des Halbbruders von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sind von Malaysia über Peking in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang ausgeflogen worden. Kim Jong Nam war vor gut sechs Wochen auf dem Flughafen von Malaysias Haupstadt Kuala Lumpur von zwei Frauen mit dem Nervengift VX attackiert worden. Der zuletzt in China lebende 45-Jährige starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Die Tat hatte zu schweren diplomatischen Verstimmungen zwischen Malaysia und Nordkorea geführt. Parallel zur Überführung des Sarges erlaubte Malaysia nun drei mutmaßlichen Hintermännern des Giftmords die Heimreise nach Nordkorea. Vermutet wird, dass sich das Trio seit dem Attentat in Nordkoreas Botschaft in Kuala Lumpur versteckt hielt. Mehrere andere Nordkoreaner hatten sich unmittelbar nach der Tat aus Malaysia abgesetzt.

Nordkorea erlaubte mehreren malaysischen Häftlingen die Rückkehr in die Heimat. 

Den beiden mutmaßlichen Täterinnen soll in Malaysia der Prozess gemacht werden. Die Frauen stammen aus Vietnam und Indonesien. Ihnen droht die Todesstrafe.