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Nordkorea scheitert mit Raketentest


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Nordkorea scheitert mit Raketentest

Nordkorea ist mit einem Raketentest gescheitert. Laut südkoreanischem Militär fand der Start an der Ostküste bei Sinpo statt. Das US-amerikanische Pazifikkommando bestätigte, dass sie unmittelbar nach dem Start explodiert sei. Am Samstag wurde der 105. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung gefeiert; auf der Parade präsentierte das Militär 56 verschiedene Raketentypen, darunter anscheinend neue Langstrecken- und U-Boot-gestützte Raketen. Für die USA ist das konkreteste Bedrohungszenario eine nordkoreanische Interkontinentalrakete, die amerikanisches Festland erreichen könnte. Mit ihrer Einsatzreife wird in den nächsten zwei Jahren gerechnet. Wegen der wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea, vor dessen Küste ein amerikanischer Flugzeugträgerverband kreuzt, war mit einem Raketentest oder sogar einem Atomwaffentest gerechnet worden. Nach Einschätzung eines US-Experten= verfügt Nordkorea mit Stand vom Ende letzten Jahres über maximal 30 Atomwaffen. Diese Zahl könne sich bis zum Jahr 2020 auf 60 erhöhen. Das sagte David Albright, Präsident des Instituts für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (ISIS), in Washington. Albright verwies darauf, dass sich Nordkorea für die Miniaturisierung von Nuklearsprengköpfen sowie die Entwicklung einer Atomwaffen-Produktionstechnologie einsetze, die weniger Plutonium benötige. Dadurch könnte das Land bis 2020 25 bis 50 Atomwaffen herstellen. Wenn ein Leichtwasserreaktor in Betrieb genommen werde, könne die Zahl auf 60 steigen.

US-Vizepräsident Pence besucht Seoul für drei Tage, um Solidarität mit dem südkoreanischen Verbündeten zu zeigen. Pence will zunächst US-Soldaten besuchen, um dann ab Montag Gespräche auch wegen der Stationierung eines Raketenabfangsystems mit der Südkorea zu .führen.