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Ruinen-Pubs in Budapest

Die heute äußerst lebendige Partyzone in der Altstadt von Ungarns Hauptstadt Budapest zeigt, wie sich ein Stadtbezirk im Laufe der Jahre wandeln kann. Noch vor nicht allzu langer Zeit war hier eine eher heruntergekommene Gegend, in die es kaum Touristen gezogen hat.

Heute ist dieser Teil des siebten Bezirks in Budapest voller Leben. Touristen und junge Ungarn kommen hier regelmäßig hin. Es ist ausgesprochen schwer, einen Tisch an einem Freitag Abend zu bekommen. Das gilt sogar in den Wintermonaten, die sonst traditionell nicht zu den besten Zeiten der ungarischen Tourismusindustrie zählen.

Vor dem zweiten Weltkrieg war dies eine überwiegend jüdische Wohngegend. Die Nazis deportierten tausende Menschen von hier. Die leerstehenden Wohnungen wurden anschließend von der Regierung wieder vergeben, aber einen echten Aufschwung nahm die Gegend lange Zeit nicht.

Vor etwa zehn Jahren wurde die Gegend dann aber Stück für Stück zu neuem Leben erweckt. Immer mehr kleine Kneipen und Lokale eröffneten in den leerstehenden, heruntergekommenen Häusern, so genannte „Ruinen-Pubs“. Bald darauf entdeckten die Touristen die Gegend für sich.

Heute ist es hier nicht nur am Abend sehr lebendig, sondern auch tagsüber ist hier einiges los. Wer am Samstag Abend sein Bier getrunken hat, kann bereits früh am Morgen ein Katerfrühstück bekommen – oder einfach nur ein gutes Frühstück: Natürlich stilecht in einem echten Ruinen-Pub.

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