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Macron in Mali: Mehr Engagement von Deutschland


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Macron in Mali: Mehr Engagement von Deutschland

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Frankreichs neuer Staatspräsident Emmanuel Macron ist auf einem seiner ersten Staatsbesuche ins westafrikanische Mali gereist. Großes Thema des Besuchs war der Anti-Terror-Kampf.

Macron sicherte Präsident Ibrahim Boubacar Keita zu, der Einsatz französischer Truppen gegen radikalislamische Milizen werde fortgesetzt. Gleichzeitig forderte Macron aber auch mehr Unterstützung durch andere europäische Staaten, ganz explizit nannte er Deutschland:

“Keine europäische Armee hat die Fähigkeit, so rasch einzugreifen wie die französische”, sagte Macron. Deutschland und andere europäische Länder könnten mehr tun bei der Unterstützung, der Entwicklung des Landes und einer “Partnerschaft der Ausrüstung”. Auf der Wunschliste an Deutschland stehen unter anderem Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge. Schon bei seinem Antrittsbesuch in Berlin habe er darüber mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen.

Macron besuchte französische Truppen in der nördlichen Stadt Gao. Etwa 4000 Soldaten haben die Franzosen in der Region stationiert, am Kampf gegen islamistische Terrorgruppen und örtliche Milizen sind zudem rund 800 Bundeswehrsoldaten beteiligt.

Islamistische Milizen hatten den Norden Malis 2012 zeitweise unter ihre Kontrolle gebracht, wurden jedoch durch ein militärisches Eingreifen Frankreichs 2013 zurückgedrängt. Der Einsatz im Norden Malis gilt als besonders gefährlich. Dort versucht die UN-Stabilisierungsmission Minusma, ein zwischen Rebellen und der Regierung geschlossenes Friedensabkommen von 2015 umzusetzen.

Anlässlich Macrons Reise hatte es Proteste von Journalistenorganisationen gegeben. Grund war die Auswahl von 25 Reportern, die den Präsidenten begleiten durften. Inzwischen heißt es aus dem Präsidentenpalast, es seien keine bestimmten Journalisten ausgewählt worden.

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