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Angst vor Nordkorea: Japaner üben Ernstfall

Die Regierung von Shinzo Abe in Japan hat alle Städte und Gemeinden aufgefordert, Übungen für den Fall eines nordkoreanischen Raketenangriffs abzuhalten.

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Angst vor Nordkorea: Japaner üben Ernstfall

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Sie fliehen vor nordkoreanischen Raketen. Es ist eine Übung. In Japan haben immer mehr Menschen Angst vor der Bedrohung aus Nordkorea und Städte und Gemeinden halten Evakuierungsübungen ab. Nordkorea hat in diesem Jahr schon zwölf Raketentests durchgeführt, viele Raketen landen im Japanischen Meer. Tokio hat die Raketentest, die gegen UN-Resolutionen verstoßen, scharf verurteilt. Die japanische Regierung forderte alle Städte und Gemeinden auf, sich für den Ernstfall zu rüsten und Übungen abzuhalten.

In dem Ort Abu mit 3500 Einwohnern – in der Präfektur Yamaguchi 760 Kilometer westlich der Hauptstadt Tokio gelegen – übten die Grundschüler mit ihren Eltern. Zuvor hatte die Präfektur Akita im Nordosten bereits Übungen gemacht.

Eine Mutter, Kanako Ono, sagt: “Es wirkte zunächst etwas unwirklich, aber da die Bedrohung von dort so real ist, ist es nötig, eine solche Übung abzuhalten. Auch weil die Angst jetzt in unseren Alltag eingedrungen ist, war diese Übung gut.”

Der kleine Taison meint: “Als ich die Sirene hörte, bekam ich Angst. Wir waren im Schulhof und plötzlich ging der Alarm los.”

In Abu verlief die Übung an diesem Sonntag gut. Der Rektor sagte, es habe nur drei Minuten gebraucht, bis alle diszipliniert in die Turnhalle gegangen waren.