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Von Terror überschattet: Muslime feiern Ende des Ramadan

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Von Terror überschattet: Muslime feiern Ende des Ramadan

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Musliminnen und Muslime auf der ganzen Welt feiern das Ende des Ramadan. Auf den Philippinen wird das Fastenbrechen von den Kämpfen gegen islamistische Rebellen überschattet. Viele, die hier in Marawi zum Morgengebet kamen, müssen ohne Familienangehörige feiern, die vor den Gefechten geflohen sind. Imam Aleem Ansari Abdul Malik wollte seiner Gemeinde an Eid-al-Fitr trotzdem Hoffnung mitgeben: “Meine Botschaft war, nicht aufzugeben, sich anzupassen und positiv zu denken”, so der Imam. “Das hier ist nicht das Ende der Welt.”

Auch in Malaysia denken Muslime an Kriegsopfer und von Islamisten verfolgte Glaubensbrüder- und schwestern. Es wird befürchtet, dass sich die IS-Miliz von den Philippinen auch aus dort ausbreitet. In Indonesien feierten die beiden größten muslimischen Gruppen des Landes das Fastenbrechen erstmals am gleichen Tag. Der Ramadan ist mit dem Neumond zu Ende und soll traditionell eine Zeit der Nächstenliebe sein.

Auch im Irak dachten viele beim Gebet zum Tag des Fastenbrechens an Terroropfer. “Ich habe Gott gebeten, den Irak und die Iraker zu beschützen”, so der Moscheegänger Yahya Misef. “Ich bete zu Gott, dass er diejenigen, die die IS-Miliz bekämpfen, beschützt und dass alle Flüchtlinge wieder zurück nach Hause können.”

Eid-al-Fitr ist nach dem Opferfest das zweitwichtigste Fest im Islam und dauert drei Tage. 1,3 Milliarden Muslime waren weltweit zum Fasten aufgerufen.