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Rund 2000 Demonstranten: Venedig wehrt sich gegen die Touristenflut


Italien

Rund 2000 Demonstranten: Venedig wehrt sich gegen die Touristenflut

In Venedig sind am Sonntag erneut Tausende Menschen gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Ihre Botschaft war klar: Wir gehen hier nicht weg, wir wollen in Venedig bleiben.

Tatsächlich sieht man in den Gassen der Lagunenstadt heute mehr Touristen als Einheimische. In den letzten 50 Jahren hat sich die Einwohnerzahl Venedigs halbiert, von über 110.000 um 1970 auf weniger als 55.000 heute. Junge Menschen leben hier kaum mehr. Die steigenden Preise haben sie in die Flucht getrieben. Eine Wohnung in der Innenstadt kann sich kaum mehr jemand leisten, es gibt mehr Souvenirshops als Supermärkte.

Die Demonstranten wollen eine Begrenzung der Besucherzahlen. Dieselbe Forderung wurde Anfang des Jahres vonseiten der UNESCO laut. Ansonsten droht die Organisation damit, Venedig von der Liste der Weltkulturgüter zu streichen, da die vielen Touristen die Schönheit der Stadt zerstörten.


Rund 2000 Menschen sollen am Protestmarsch von Sonntag teilgenommen haben. Ihre Wut richtet sich insbesondere gegen den zunehmenden Kreuzfahrttourismus in der italienischen Stadt. Er sei nicht nur eine Bedrohung für die lokale Gemeinschaft, sondern auch für die Umwelt.

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