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Korruption in Russland: Prozess gegen Ex-Minister beginnt


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Korruption in Russland: Prozess gegen Ex-Minister beginnt

In Russland beginnt ein Prozess wegen Korruption gegen den ehemaligen russische Wirtschaftsentwicklungsminister Aleksej Uljukajew. Zwei Millionen Dollar soll er vom Energiekonzern Rosneft verlangt haben, damit er der Übernahme eines anderen Unternehmens zustimmte. Uljukajew war im letzten Jahr festgenommen worden, als er noch Minister war – ein in Russland einmaliger Vorgang. Uljukajew ist das höchstrangige Mitglied der russischen Nomenklatur seit Stalins Zeiten, das wegen Korruption angeklagt wird. Für kritische Beobachter in Russland sieht vieles eher nach einer Abrechnung unter Mächtigen aus.

Wie eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde noch in der Nacht der Festnahme erklärte, wurde der Ex Minister auf frischer Tat ertappt: Er habe gedroht, dem Unternehmen künftig Schwierigkeiten zu machen, sollte kein Geld fliessen. Seitdem steht Uljukajew unter Hausarrest. Ihm drohen bis zu fünfzehn Jahre Haft. Aleksej Uljukajew bestreitet seine Schuld.

In der russischen Öffentlichkeit wurde der Fall von Beginn an kontrovers diskutiert. Transparency International Russland schließt zwar die Bestechlichkeit nicht aus, aber die Art der Geldübergabe, bar und persönlich, sei nicht zeitgemäss, zumal der Angeklagte in den Panama Papers seit den 2000er Jahren als Nutzer von Offshore-Unternehmen auftaucht.