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USA schränken Visavergabe in Russland ein

Für acht Tage wird die Vergabe von Touristen-, Studenten- und Arbeitsvisa komplett eingestellt. Danach bekommen Russen solche Papiere nur noch in Moskau.

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Für viele Russen wird ein Besuch in den USA künftig mit größeren Schwierigkeiten verbunden sein. Der Grund: Die Vertretungen der USA in Russland schränken die Vergabe von Visa deutlich ein. Das kündigte die US-Botschaft in Moskau an. Für acht Tage werde die Vergabe von Touristen-, Studenten- und Arbeitsvisa komplett eingestellt. Danach werde man solche Papiere nur noch in Moskau ausstellen und nicht mehr in den Generalkonsulaten in St. Petersburg, Jekaterinburg und Wladiwostok.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kritisierte die Entscheidung. Er sagte: “Ich habe den Eindruck, dass die amerikanischen Verfasser mit dieser Entscheidung Unmut unter den russischen Bürgern provozieren wollen – Unmut über das Handeln der russischen Regierung. Das ist eine bekannte Logik. Es ist die Logik von denjenigen, die friedliche Revolutionen organisieren. Es ist ganz klar eine Nachwirkung der Obama-Administration.”

Die Einschränkung bei der Visa-Vergabe ist der US-Botschaft zufolge eine Reaktion auf die Anweisung der russischen Regierung, die Zahl der Mitarbeiter in der US-Botschaft zu reduzieren. Russland hatte Ende Juli die Zahl der US-Diplomaten auf 455 reduziert – dies entspricht der Zahl der russischen Diplomaten in den Vereinigten Staaten. Auslöser dafür waren Sanktionen Washingtons gegen Moskau wegen der mutmaßlichen Einmischung in die US-Präsidentenwahl.

Dem US-Außenministerium zufolge wurden im Jahr 2016 rund 190.000 Visa an Russen ausgestellt.