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Polizei in Rom geht gegen hausbesetzende Migranten vor

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Polizei in Rom geht gegen hausbesetzende Migranten vor

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In Rom ist die Polizei mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen eine Gruppe demonstrierender Migranten vorgegangen. Rund 100 Personen hatten seit Samstag einen kleinen Platz besetzt.

“Wir sind Flüchtlinge, keine Terroristen”, verkündeten sie auf Bannern. Tatsächlich handelt es sich bei den meisten angeblich um Menschen aus Ostafrika, denen Asyl gewährt wurde. Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden mindestens 13 Personen verletzt.

Vonseiten der Polizei heißt es, man habe sich zum Einschreiten entschlossen, nachdem die Demonstranten offenbar Brandsätze verwenden wollten. Bei dem Einsatz seien die Demonstranten mit Pfefferspray, Steinen und Flaschen auf die Polizisten losgegangen. Zwei Personen wurden festgenommen.

Zuvor waren die Migranten mit mehreren Hundert weiteren Personen aus einem Gebäude in der Nähe vertrieben worden. Dort hatten sie sich offenbar ohne Erlaubnis seit 2013 einquartiert. Bereits 2015 hatte ein Gericht die Räumung angeordnet. Menschenrechtsgruppen kritisierten den Schritt.

Nach Behördenangaben hatten die Migranten von der Stadt zur Verfügung gestellte Wohngelegenheiten abgelehnt. Immer wieder wird der Stadtverwaltung vorgeworfen, keine ausreichende Strategie für den Umgang mit Migranten zu verfolgen.

Weitere Informationen

Mitteilung des UN-Kinderhilfswerks auf Italienisch