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Juan Diego Flórez besticht in "Lucrezia Borgia"


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Juan Diego Flórez besticht in "Lucrezia Borgia"

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Einer der glanzvollen Höhepunkte der diesjährigen Salzburger Festspiele: Donizettis Meisterwerk “Lucrezia Borgia”. Mit brillanter Besetzung und DEM Belcanto-Tenor unserer Zeit: Juan Diego Flórez.

Auf dem Zenit seines Könnens gab er ein faszinierendes Rollendebüt und erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch: “Ich wollte immer die Rolle des Gennaro in Lucrezia Borgia singen, auch weil mein Idol Alfredo Kraus sie oft gesungen hat. Es gibt da eine Aufnahme von ihm. Auch wenn es mein Debüt ist, kannte ich die Oper praktisch, denn ich habe diese Aufnahme immer wieder gehört.”

Die Oper in einer Konzertfassung aufzuführen wie hier in Salzburg, erlaubt den Sängern, sich ganz und gar auf den Gesang zu konzentrieren. Flórez: “Das ist besonders beim Belcanto ein Genuss, denn beim Belcanto geht es um die Stimme, er ist sozusagen das Schaufenster der Singstimme in einer sehr virtuosen Art. In einer Konzertversion kann man das wirklich voll ausschöpfen.”

Donizettis melodramatische Oper, die 1833 in der Mailänder Scala Premiere hatte, beruht auf einem Theaterstück von Victor Hugo. Eine rachsüchtige Lucrezia vergiftet versehentlich ihren lange verlorenen Sohn. Eine düstere Handlung, aber melodisch oppulent.



“Donizetti ist berühmt für die schönen Legato-Linien. Sie malen die Musik!” begeistert sich Flórez. Krassimira Stoyanova in der Rolle der Lucrezia bekräftigt: “Belcanto zu singen heißt nicht einfach Töne zu produzieren, sondern bedeutet ‘schönes Singen’. Das heißt Stimmqualität, die richtige Technik und Phrasierung.”

“Im Belcanto kann man eine Kadenz ausschmücken”, so Flórez weiter. “Ausschmücken bedeutet auch, zum Beispiel höhe Töne hinzuzufügen und am Ende der Arien diesen hohen Ton zu halten, während das Orchester laut, sehr laut spielt, und dann zu enden.”


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