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Südkorea: 38 Verletzte bei Anti-THAAD-Protesten

Hunderte von Demonstranten hatten versucht, die Zufahrt zum Stützpunkt des Raketenabwehrsystems in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsangzu zu blockieren.

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Südkorea: 38 Verletzte bei Anti-THAAD-Protesten

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Bei Protesten gegen die Erweiterung eines US-Raketenabwehrsystems sind im Osten Südkoreas Dutzende Menschen verletzt worden. Hunderte von Demonstranten hatten versucht, die Zufahrt zu einem militärischen Stützpunkt zu blockieren. Ihnen standen laut Medienberichten rund 8.000 Polizisten gegenüber. Bei Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen seien mindestens 38 Menschen verletzt worden, darunter sechs Polizisten.

Trotz der Proteste wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums vier weitere Raketenwerfer des Systems THAAD auf dem Stützpunkt installiert. Die THAAD-Raketen sollen Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen. Trotz Protesten von China, Russland und Bürgergruppen hatte die US-Armee im vergangenen April mit dem Aufbau des Abwehrsystems begonnen. Peking und Moskau sehen ihre Sicherheitsinteressen in der Region durch THAAD bedroht.