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9 bitterböse Tweets zu Schröder bei #Rosneft

Gegen das Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder bei Rosneft in Russland hagelt es Kritik.

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9 bitterböse Tweets zu Schröder bei #Rosneft

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Es hagelt Kritik nicht nur in den Medien gegen den Ex-Kanzler, sondern auch in den sozialen Netzwerken. Die SZ bezeichnet Rosneft als die “dreckigste Ölfirma”. Und viele User fragen sich, ob Schröder denn nicht genug Rente bekomme.

Der deutsche Altkanzler Gerhard Schröder (73) ist am Freitag in St. Petersburg in den Aufsichtsrat des russichen Energiegiganten Rosneft gewählt worden. Schon im Vorfeld war die Entscheidung des SPD-Politikers, sich bei dem von Moskau staatlich kontrollierten Ölkonzern zu engagieren, kritisiert worden. Nach seiner Wahl erklärte Schröder, er sehe es dort als seine Aufgabe, Kompromisse zu finden. Die Kritik wies der Ex-Kanzler zurück, er sei ja bekanntlich gegen die Sanktionen gegen Russland. Rosneft steht wegen des russischen Militäreinsatzes in der Ostukraine seit Herbst 2014 auf der EU-Sanktionsliste

Rosneft-Chef Igor Setschin, einer der mächtigsten Manager in Russland und ein enger Vertrauter von Staatschef Wladimir Putin, erhofft sich vom Ex-Kanzler, dass er das Verhältnis zu Deutschland und zu Europa verbessert. Setschin – der auch “Darth Vader” genannt wird – steht selbst auf der Sanktionsliste der USA, er darf dorthin nicht reisen und seine US-Konten wurden blockiert.
In einem Interview mit der WELT hatte der russische Energieminister Alexander Nowak erklärt, dass Schröder zur Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen dienen könne.

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen warf Gerhard Schröder vor, er lasse sich für die Zwecke Putins vereinnahmen.

Hier einige der vielen Tweets. Es gab in Berlin sogar Proteste gegen Schröder.