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ASEAN-Gipfel: Politprominenz im Land des "Drogenkrieges"

Gastgeber Präsident Rodrigo Duterte hat sich wiederholt zur Anwendung roher Gewalt bekannt und sieht sich von US-Präsident Donald Trump bestätigt

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ASEAN-Gipfel: Politprominenz im Land des "Drogenkrieges"

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Zu Besuch bei einem bekennenden Gewalttäter – Staats- und Regierungschefs aus fast 20 Ländern kommen zu einem Gipfeltreffen des südostasiatischen Staatenverbands ASEAN nach Manila.

Gastgeber Rodrigo Duterte hat sich wiederholt zur Anwendung roher Gewalt bekannt und sieht sich von US-Präsident Donald Trump bestätigt – er habe mit 16 zum erstenmal einen Menschen getötet – und als Bürgermeister der Stadt Davao höchstpersönlich Kriminelle erschossen. Sein blutiger Drogenkrieg wird von Menschenrechtlern scharf kritisiert.

Seit seinem Amtsantritt im Juni 2016 sind allein bei Polizeieinsätzen im Zusammenhang mit Drogendelikten knapp 4.000 Menschen getötet worden – dazu kommen noch die Taten bewaffneter Bürgerwehren.


Bill Neely, NBC NEWS:

„Die Polizei sagt, dass jeder von den 4.000 Getöteten bewaffnet war und sich der Verhaftung widersetzt habe. Jeder.“

…das erspare den Rechtsstaat und eine ordentliche Beweisaufnahme, kritisieren Oppositionelle wie Senator Antonio Trillanes:

„Präsident Trump und damit die US-Regierung geben Herrn Duterte ihren Segen … Präsident Trump sollte ihn zur Ordnung rufen“

“Unwahrscheinlich”, so Dutertes Sprecher Harry Roque,

“er hat seine Zustimmung zum Ausdruck gebracht und ich kann nicht verstehen, warum er ihn plötzlich kritisieren sollte.”

Regierungsmitarbeiter im Weißen Haus meinten, wenn Präsident Trump mit Duterte über Menschenrechte redet, werde er es im Stillen tun.



DROGENSÜCHTIGE, DROGENHÄNDLER UNDKRIMINELLEALS FREIWILD

Am Tag seines Amtsantritts hatte Duterte in einem Slum in Manila eine Rede gehalten, in der er zur Ermordung von Drogensüchtigen, Drogenhändlern und Kriminellen aufrief.

Die internationale Gemeinschaft reagierte hilflos, der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, verurteilte bereits zwei Wochen nach Dutertes Amtsantritt dessen „War on Drugs“. Die außergerichtlichen Tötungen seien illegal und ein Bruch mit Grundrechten.


Bill Neely, Sigrid Ulrich mit dpa, Reuters