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11 Dinge, die Sie über Charles Manson nicht wussten

Charles Manson starb im Alter von 83 Jahren in Kalifornien. Einige weniger bekannte Details über das Leben des ehemaligen Sektenführers mit eingeritztem Hakenkreuz.

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11 Dinge, die Sie über Charles Manson nicht wussten

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Er gilt als einer der berüchtigtsten Mörder der Geschichte – jetzt ist Charles Manson in Kalifornien eines natürlichen Todes gestorben. Das teilte die Gefängnisbehörde mit.

Einiges ist bekannt über das Leben des ehemaligen Sektenführers, der 1969 mehrere Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles anstiftete.

Unter den neun Opfern war auch Sharon Tate, die schwangere Frau des Filmemachers Roman Polanski.

Ein Leben hinter Gittern
Charles Manson saß rund 60 seiner 83 Lebensjahre im Gefängnis. Das erste Mal wurde er im Alter von 13 Jahren für einen bewaffneten Überfall verurteilt. Mit 32 hatte er bereits 17 Jahre hinter Gittern verbracht. Die restliche Zeit verbrachte er hautsächlich in Erziehungsheimen.

Eine schwierige Mutter
Seinen Vater kannte Manson nicht, doch seine alkoholabhängige Mutter Kathleen Maddox, die bei seiner Geburt 1934 gerade mal 16 Jahre alt war, spielte eine entscheidende Rolle in seinem Leben. Sie nannte ihren Sohn “No Name” – den Namen Charles “Charlie” Manson erhielt er erst später. Berichten zufolge hat seine Mutter ihn im Kleinkindalter für einen Krug Bier an eine kinderlose Kellnerin verkauft. Sein Onkel soll ihn wenig später aus der Situation befreit haben. 1939 wurde sie gemeinsam mit ihrem Bruder zu fünf Jahren Haft verurteilt, nachdem sie einen Mann mit einer Ketchupflasche überfallen und ausgeraubt hatte.

Songwriter für die Beach Boys?
Die muskalische Ader des verurteilten Mörders Charles Manson ist bekannt – genauso wie sein Scheitern beim Versuche, eine erfolgreiche Karriere zu beginnen. Weniger bekannt ist, dass die Beach Boys sich von Mansons Lied “Cease to exist” inspirieren ließen und es in einer stark veränderten Version unter dem Namen “Never Learn to Love” veröffentlichten. Manson wurde dabei namentlich nicht erwähnt.

Immer wieder abgelehnt
1968 wurde Mansons Musik vom Produzenten und Sohn von Doris Day, Terry Melcher, abgelehnt. Letzterer lebte in einem Haus in Benedict Canyon, Los Angeles. Dort zogen später Filmproduzent Roman Polanski und seine Ehefrau Sharon Tate ein. Zu eben dieser Adresse schickte Manson später seine Anhänger, um grausame Morde auszuführen – eines der Opfer war Sharon Tate.

Ein verhängnisvoller Schreibfehler
Manson war wie besessen von der Musik der Beatles und im Besonderen von dem Lied Helter Skelter, das sie 1986 auf dem Album The White Album herausbrachten. Manson nutzte den Liedtext für seine Theorie eines apokalyptische Rassenkrieg, den er mit seinen Gefolgsleuten starten wollte.

Ungeklärter Tod eines Anwalts
Während des Mordprozesses gegen Manson und seine Anhänger verschwand der Verteidiger Ronald Hughes bei einem Campingauflug spurlos. Seine Leiche wurde drei Monate später gefunden, allerdings ließ sich die Todesursache nie bestimmen.

Präsident Nixon zu Manson
Der damalige Präsident Richard Nixon sagte gegenüber der Presse, Manson sei “indirekt oder direkt schuldig”. Daraufhin erhob sich Manson während seines Prozesses und hielt eine Zeitung mit der Schlagzeile “Manson schuldig, erklärt der Präsident”, um dem Gericht zu beweisen, dass der Prozess nicht fair ablief. Der Antrag der Verteidigung auf eine Einstellung des Prozesses wegen “Verfahrensmängeln” legte das Gericht ab.

Tod durch Vergasen
Manson und seine Gruppe wurden für ihre Verbrechen zum Tod in der Gaskammer verurteilt. Das Urteil wurde in lebenslange Haft umgewandelt, als in Kalifornien 1972 die Todesstrafe abgeschafft wurde.

Mordversuch des Präsidenten
Lynette ‘Squeaky’ Fromme war eine Anhängerin der Manson Familie, die während des Prozesses vor dem Gerichtsgebäude campte. 1975 versuchte sie, Präsident Gerald Ford umzubringen – doch ihre Waffe klemmte. Sie erhielt eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Manson attackiert
Im Jahr 1984 versuchte Jan Holmstrom, ein Mithäftling Mansons, ihn zu töten. Er überschüttete ihn mit Farbverdünner und zündete ihn an. Holmstrom gab später an, Manson habe sich an seinen Hare-Krishna-Gesängen gestört und ihn wegen seiner religiösen Überzeugungen bedroht.

Copyright-Erlöse verweigert
1990 veröffentlichte die US-amerikanischen Hardrock-Band Guns N’ Roses auf ihrem Album The Spaghetti Incident? den Titel Look at Your Game Girl, der ursprünglich aus der Feder von Manson stammte. Eine zeitlang sah es aus, als würde Manson für die Rechte an seinem Text enlohnt werden. Doch dann klagte der Sohn eines seiner Opfer und erreichte, dass er das Geld bekommen sollte.