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Alt, rau und hart: Retten Islands Rapper ihre Sprache?

Sprachwissenschaftler fürchten um isländisch, eine kleine Sprache, die nur rund 300.000 Menschen sprechen. Kann die Musik ihr Überleben sichern?

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Alt, rau und hart: Retten Islands Rapper ihre Sprache?

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Die Musik des isländischen Rappers Aron Can könnte aus den USA sein, mit einem Unterschied. Can rappt in seiner Muttersprache, isländisch.

Isländisch ist eine der ältesten germanischen Sprachen. Sie wird nur von rund 300.000 Menschen gesprochen. Doch die USA beeinflussen nicht nur die Musik. Experten befürchten, dass der Einfluss der englischen Sprache zum Verschwinden des Isländischen beitragen könnte. Filme, Smartphones und Computer überfluten Island – englisch ist allgegenwärtig.

Dagegen folgen die Musiker einem anderen Trend: Sie setzen bewusst auf ihre Muttersprache.

Kolfinna Nikulásdóttir, Mitglied der Band Reykjavíkurdætur: “Wenn du rappst musst du deine Sprache kontrollieren, daher war es für uns logisch, isländisch zu wählen.”

Bandkollegin Þuríður Blær Jóhannsdóttir fügt hinzu: “Und isländisch klingt so und alt, rau und hart, als ob Legolas und Aragorn rappen.”

Kolfinna Nikulásdóttir sagt: “Wir sind erfolgreich, weil unser Beat und die Lyrics zu einem Ganzen verschmelzen und wie ein Instrument klingen.”

Vor allem Rapper setzen verstärkt auf isländisch. Sie spielen mit der Sprache, mit Worten und Sätzen – und inspirieren damit eine neue Generation von Heranwachsenden.

Auch der Musiker “Úlfur Úlfur” nutzt seine Muttersprache für seine Musik: