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Nach Explosion: Gas fließt wieder

Nach Angaben der Betreiberfirma Gas Connect läuft die Gasversorgung in Europa wieder normal. Wegen einer Explosion in der österreichischen Gasstation Baumgarten war die Versorgung am Dienstag unterbrochen worden.

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Nach der Explosion in einer österreichischen Gasstation am Dienstag läuft die Gasversorgung in Europa wieder normal. Alle Transitsysteme seien in sämtliche Richtungen wieder

funktionsfähig und in Betrieb. Das teilte die Betreiberfirma Gas Connect am Mittwoch mit.

Der aus Russland kommende Gasstrom war wegen des Unfalls unterbrochen worden. Abnehmer sind verschiedene europäische Länder, darunter auch Deutschland und Italien.

Italien hatte nach dem Unfall den Notstand ausgerufen. Der Gaspreis verteuerte sich um 215% und kletterte auf bis zu 75€ pro Megawattstunde.

Der italienische Wirtschaftsminister Carlo Calenda sprach von einem "ernsthaften Problem bei der Versorgung" und war der Ansicht, man hätte den Notstand wegen dieses Versorgungsmangels nicht ausrufen müssen, gäbe es schon die geplante Trans-Adria-Gaspipeline TAP, die von Aserbaidschan nach Italien führen soll.

Wirtschaftsminister Carlo Calenda erklärt die Auswirkungen der Gasexplosion

Endverbraucher seien dank Lagerbeständen nicht betroffen gewesen.

Die italienische Zeitung "La Repubblica" kommentierte am Mittwoch die Energiepolitik Italiens. Es sei zu bezweifeln, ob Italien mit der Pipepline besser dagestanden wäre, zumal deren Fertigstellung erst für das Jahr 2020 geplant ist. "Diese Pipeline kann nicht der Schlüssel für die Lösung des Problems sein. Denn die Lösung ist, sich von der so sklavenhaften Abhängigkeit vom Gas zu befreien. Leider badet Italien aber die chronische Unfähigkeit unseres Landes aus, eine langfristige Strategie zu planen - was Transport, Umwelt und Energie angeht", so der Kommentar des Blattes.