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USA setzen Iran-Sanktionen noch ein einziges Mal aus

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USA setzen Iran-Sanktionen noch ein einziges Mal aus

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Die USA haben die Sanktionen gegen Iran noch einmal ausgesetzt. Dabei geht es um das Atomabkommen, das Iran davon abhalten soll, Kernwaffen zu bauen.

Präsident Donald Trump machte aber klar, es sei das letzte Mal. Das Abkommen habe schwere Mängel, und er wolle, dass die europäischen Verbündeten Änderungen zustimmten.

Habe er den Eindruck, dass das nicht erreichbar sei, würden die USA das Atomabkommen sofort aufkündigen.

Trump warf Iran auch vor, es habe mehr als hunderttausend Kämpfer ausgebildet und ausgerüstet, die den Nahen Osten mit Zerstörung bedrohten.

Dank dem Abkommen und der Aufhebung internationaler Sanktionen seien 1,8 Milliarden Dollar in iranische Regierungskanäle geflossen. Das Geld werde nun unter anderem für Waffenkäufe und Aggressionen benutzt.

Iran lehnt eine Neuverhandlung des Atomvertrags ab und wirft seinerseits den USA vor, Bestimmungen des Abkommens zu verletzen. Die USA müssten sich ebenso wie Iran an das Abkommen halten.

Auch die Europäer verweisen bisher darauf, dass das Abkommen funktioniere und lehnen es ab, daran etwas zu ändern.

Trump will mit ihnen erreichen, dass Iran nie eine Atombombe bauen könne. Alle Vereinbarungen müssten im Gegensatz zu jetzt unbefristet sein, teilte er mit.

Zudem müssten Atom- und Raketenprogramm verknüpft und nicht mehr getrennt betrachtet werden. Bisher kann Iran zum Ärger der USA Raketen testen und darauf verweisen, dass das mit dem Atomvertrag nichts zu tun habe.

Bis Trump wieder über die Sanktionen - weitere Aussetzung oder Wiedereinführung - entscheiden muss, sind es vier Monate.