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Syrer beginnen neues Leben in Italien

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Syrer beginnen neues Leben in Italien

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Ankunft auf dem Flughafen Fiumicino: In Rom sind 30 syrische Flüchtlinge eingetroffen, die sich nicht auf lebensgefährlichen Pfaden bis nach Italien durchgeschlagen haben, sondern durch die Vermittlung christlicher Vereine nach Rom ausgeflogen wurden.

Maher Radwan, der unter einer Knochenerkrankung leidet und mit seiner Familie zuletzt im Libanon lebte, sagt: „Dort ist es sehr schwierig, sich behandeln zu lassen, wenn man krank ist und kein Geld hat. Wir haben in einem Arbeiterviertel in einer unmöblierten Wohnung gelebt - die haben wir uns mit mehreren Leuten geteilt. Es ist nicht so einfach, im Libanon eine ordentliche Wohnung zu finden, die Miete aufzubringen und die Kinder zur Schule zu schicken. Das ist ein Teufelskreis.“

2016 wurde dieser humanitäre Korridor eingerichtet, über den bislang 1000 Syrer nach Italien gekommen sind.

Der junge Syrer Nawras Jahjah erzählt: „Zweimal haben wir uns in Damaskus aus schwierigen Lebensbedingungen befreien müssen. Wegen des Krieges sind wir in unsere Heimat nach Südsyrien zurückgegangen. Doch auch dort waren die Verhältnisse schwierig, auch da mussten wir weg: Die Wirtschaftslage war kompliziert, und die IS-Miliz war nahe der Stadt.“

„Nirgendwo in Syrien ist man vor Gewalt und Terrorismus sicher“, berichtet die Syrerin Kitah Jahjah.

Ihr Landsmann Basema Shalash sagt: „Wenn das in Syrien vorbei ist, gehen wir vielleicht zurück.“

Die Vereine, die ihre Ausreise nach Rom in die Wege leiteten, werden den Kriegsflüchtlingen nun auch bei Behördengängen und bei der Integration helfen.

„Von jetzt an beginnt für 30 Syrer ein neues Leben in Italien“, sagt euronews-Berichterstatterin Eloisa Covelli.