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Zuckerberg: "Das war mein Fehler"

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Mark Zuckerberg, der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Facebook, hat bei einer Anhörung vor einem Ausschuss des US-Senats Fehler eingeräumt. Er habe Facebook aus der Taufe gehoben, er leite das Unternehmen und sei verantwortlich für das, was geschehe. Facebook müsse dafür Sorge tragen, dass eine unrechtmäßige Weitergabe persönlicher Daten von Kunden nicht mehr vorkomme, so Zuckerberg.

„Es ist jetzt eindeutig, dass wir nicht genug getan haben, um zu verhindern, dass diese Anwendungen eingesetzt werden, um Schaden anzurichten. Das gilt für Falschmeldungen, die ausländische Einmischung in Wahlen, für Hetze und für den Datenschutz. Wir haben unseren Verantwortungsbereich nicht weit genug ausgedehnt, und das war ein großer Fehler. Das war mein Fehler. Und es tut mir leid“, so Zuckerberg.

Ausschussmitglied Bill Nelson sagte: Nehme man an, dass er sich mit seinen Freuden auf Facebook austausche und erwähne, dass er gerne eine bestimmte Schokoladensorte esse. Daraufhin erhalte er entsprechende Werbeanzeigen. Was sei, wenn er diese Werbung nicht bekommen möchte, fragte der Senator.

„Wenn Sie möchten, dass wir bei Werbeanzeigen, die Sie bekommen, nicht alle Ihre Daten verwenden, die wir haben, dann können Sie die Funktion ausschalten, wodurch die persönlichen Informationen an Dritte weitergegeben werden. Die Menschen mögen keine Werbung, aber sie mögen vor allem keine Werbung, die sie nicht betrifft. Natürlich kann es ein ungutes Gefühl auslösen, dass persönliche Daten genutzt werden, um Werbung besser auf die Nutzer anzupassen. Die überwiegenden Rückmeldungen, die wir von den Nutzern bekommen, zeigen aber, dass sie lieber passende Werbeinhalte haben möchten als nicht.“

Von der ungenehmigten Datenweitergabe könnten laut Facebook weltweit bis zu 87 Millionen Nutzer betroffen sein, die meisten in den Vereinigten Staaten.

Hier sehen Sie noch einmal Ausschnitte aus Zuckerbergs Anhörung: