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Italiens Lega steigt in Wählergunst

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Die Regierungskrise in Italien hat den beiden stärksten Parteien einer Umfrage zufolge kaum geschadet. Die Popularität der rechtspopulistischen Lega hat sogar erheblich zugenommen.

Die Umfrage war in der vergangenen Woche durchgeführt worden. Gefragt wurde: Wen würden Sie wählen, wenn morgen Wahl wäre?

Demnach hat die linke Fünf-Sterne-Bewegung gegenüber den Wahlen im März gut drei Prozent verloren. Sie bleibt mit fast 30 Prozent jedoch die stärkste Partei. Die Lega, der mögliche Juniorpartner in einer Koalition der beiden populistischen Parteien, würde um zehn Prozent zulegen und käme auf über 27 Prozent.

Die Demokratische Partei würde ihr historisch schwächstes Ergebnis leicht verbessern und käme jetzt auf etwas über 19 Prozent. Forza Italia verliert fast die Hälfte ihrer Wähler und kommt nur noch auf acht Prozent der Stimmen.

Offenbar profitiert die Lega von Matteo Salvini von den Verlusten bei Forza Italia. Viele Wähler scheinen von der Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zur rechtsextremen Lega überzuwechseln.

Derweil sind die Signale aus den populistischen Lagern widersprüchlich. Einerseits forderte Lega-Chef Salvini angesichts der jüngsten Rückschläge bei den Versuchen einer Regierungsbildung so schnell wie möglich Neuwahlen -- allerdings nicht im Juli, denn die Ferien seien für Italiener sakrosankt. Anderseits gibt es Berichten zufolge nun wieder Gespräche zwischen der Lega und Fünf-Sterne mit dem Ziel vielleicht doch noch ein europakritisches Bündnis einzugehen.