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Europäischer Erfinderpreis 2018

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Europäischer Erfinderpreis 2018

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Kluge Köpfe und einfallsreiche Tüftler waren bei der Verleihung des Europäischen Erfinderpreises in der Nähe von Paris versammelt. In vier der sechs Kategorien gewannen Erfinderinnen, darunter die Schweizer Physikerin Ursula Keller, die für ihr Lebenswerk geehrt wurde.

Die Französin Agnès Poulbot ist eine Koryphäe in der Autowelt - sie entwickelte Reifen mit selbstregenerierender Lauffläche.

„Der große Vorteil dieser Reifen liegt im Treibstoffverbrauch, ohne die Sicherheit zu vernachlässigen", sagt Poulbot. „Dadurch spart man auf 100 Kilometern einen Liter. Jemand, der in einem Jahr 100.000 Kilometer fährt, spart also 1000 Liter Treibstoff. Gleichzeitig verringern die Reifen den Kohlenstoffdioxidausstoß um drei Tonnen pro Jahr."

Die Magnetresonanztomografie, kurz MRT, kommt in der Medizin täglich zum Einsatz. Der Deutsche Jens Frahm war bereits 1985 an der Entwicklung des Schnellbildverfahrens beteiligt. Beim Erfinderpreis wurde er für eine MRT-Weiterentwicklung ausgezeichnet.

„Es gibt eine ganze Reihe neuer Anwendungen, die die Einsatzmöglichkeiten des MRT-Verfahrens erweitern werden", sagt er. „Zum Beispiel die Körperfunktionen in der Bewegung oder physikale Prozesse, die bisher nicht betrachtet werden können", so Frahm.

Für Benoit Battistelli war es der letzte Erfinderpreis als Vorsitzender des Europäischen Patentamtes. Doch eine große Neuerung hat er noch mit auf den Weg gebracht: Das europäische Einheitspatent, das 2019 kommen soll.

„Es gibt beim europäischen Einheitspatent drei große Vorteile", erläutert Battistelli. „Die Vereinfachung des Ablaufs, ein einziger Ansprechpartner, nämlich das Europäische Patentamt, und niedrigere Kosten. Die sind bei selbem Schutz und größerer rechtlicher Sicherheit um 70 Prozent geringer - dank eines Systems, das in ganz Europa wirksam ist."

euronews-Reporter Claudio Rosmino kommentiert: „Der weltweite Wettbewerb bei Erfindungen ist groß. 2017 stammten die Hälfte aller weltweit eingereichten Bewerbungen für Patente aus China. Europas Antwort ist das EU-weite Einheitspatent, das 2019 in Kraft treten wird."

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