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Riesen-Eiswürfel bedroht Dorf in Grönland

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Riesen-Eiswürfel bedroht Dorf in Grönland

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Eiswürfel im Sommer, ja - aber einen mit elf Millionen Tonnen? Vor dem Dorf Innaarsuit in Grönland an der Westküste der Insel ist ein Eisberg auf Grund gelaufen. Jetzt haben die mit 169 Bewohner Angst, dass er sich spaltet – oder „kalbt“ - und eine Riesenwelle die Häuser überschwemmt. Das Dorf wurde teilweise evakuiert.

Amerikanische Wissenschaftler haben in Grönland untersucht, wie Eisberge brechen und was sie mit dem Meeresspiegel machen.

David Holland, Professor für Mathematik und Atmosphäre/ Ozeanwissenschaften, New York University:

"Was da in Grönland passiert ist, ist ein natürliches Ereignis, das Eis bricht ab. Und als Wissenschaftler verstehen wir den Prozess, was dabei vor sich geht, nicht wirklich. Das ist wie bei der Vorhersage von Erdbeben - eine sehr komplexe Physik großer Dinge steckt hinter so einem Abbruch."

Dramatische Videos des Teams zeigen, wie angeblich ewiges Eis von Null auf Garnichts auseinanderbrechen kann und dann als Eisberg im Ozean schwimmt.

Das hier sei der größte Eisberg, den sie je gesehen haben, sagen die betroffenen Grönländer. Und hoffen, dass er weiterschwimmt, intakt.

Im vergangenen Jahr war ein anderes Dorf nach einem Eis-Abbruch von einer Flutwelle getroffen worden. Mehrere Menschen starben, Häuser wurden ins Meer gespült. Inzwischen ist das Dorf nicht mehr bewohnt.

su mit dpa