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"Ganz nah rangehen" - Tanzfestival in Kalamata

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"Ganz nah rangehen" - Tanzfestival in Kalamata

"Ganz nah rangehen" - Tanzfestival in Kalamata
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Das internationale Tanzfestival im südgriechischen Kalamata ruft und bleibt auch in diesem Jahr seiner großen Vielfalt treu. Noch bis zum 22.Juli sind einheimische und internationale Tanzgrößen zu Gast - mit zahlreichen Weltpremieren und Genre übergreifenden Performances.

Die darstellende Kunst geht ein bisschen zu sehr auf Nummer sicher.

Wim Vandekeybus Choreograph

Linda Kapetanea, künstlerische Leiterin des Festivals: "Die diesjährige 24. Ausgabe ist dem unbegrenzten Potenzial des menschlichen Körpers gewidmet. Wir haben facettenreiche Künstler, große Meister und Performer eingeladen, uns zu zeigen, wie sie die Grenzen des Körpers sprengen. Wenn wir junge Tänzer und Zuschauer inspirieren wollen, müssen ihnen herausragende Beispiele vorführen, sie motivieren und ihnen dabei helfen, sich weiterzuentwickeln."

Der belgische Choreograph Wim Vandekeybus und seine Compagnie Ultima Vez präsentieren ihre jüngste Kreation "Go Figure out yourself", bei der die Grenzen zwischen Raum, Publikum und Performance verschwimmen.

"Die darstellende Kunst geht ein bisschen zu sehr auf Nummer sicher", findet Vandekeybus. "Die Leute kaufen ihr Ticket, setzen sich in den Zuschauerraum und warten stillschweigend, auch wenn es ihnen nicht gefällt. Hier spürt man sofort, wenn sie es nicht mögen, denn sie gehen einfach weg. Wenn es ihnen gefällt, merkt man das ebenso schnell. Das Theater darf sich nicht von Gebäuden und von guten Sitzplätzen mit perfekter Sicht gängeln lassen, man muss manchmal ganz nah rangehen."

Zehn Tage lang steht das Festival in Kalamata im Zeichen des Tanzes mit gut 30 Aufführungen aus 15 Ländern, zahlreichen Workshops und anderen Veranstaltungen. "An den ersten drei Tagen waren alle Vorstellungen ausverkauft", berichtet euronews-Reporter Yorgos Mitropoulos. "Und ähnlich dürfte es bis zum Ende des Festivals weitergehen."