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Wenn ein Nummernschild zum politischen Statement wird

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Wenn ein Nummernschild zum politischen Statement wird

Das umstrittene Nummernschild
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Ist das noch freie Meinungsäußerung oder schon eine inakzeptable Beleidigung? Mit dieser Frage befassen sich die rumänischen Behörden.

Ein Fahrer in Rumänien hat sein Auto zu einer politischen Botschaft gemacht, indem er als Nummernschild einen obszönen Begriff gepaart mit "PSD" - dem Akronym der regierenden rumänischen Sozialdemokratischen Partei - verwendet hat.

Das Nummernschild, das grob übersetzt "Fuck PSD" heißt, hat die Aufmerksamkeit der Polizei laut Fotos in den sozialen Medien immer wieder auf sich gezogen. Doch der Autobesitzer scheint nicht gegen rumänisches Recht zu verstoßen.

Der Fahrer des Wagens wird von der Polizei kontrolliert

Das Auto ist in Schweden zugelassen: In dem Land ist es den Autobesitzern erlaubt, Nummernschilder zu personalisieren. Nach schwedischem Recht kann das persönliche Kennzeichen eine beliebige Text- oder Zahlenkombination von bis zu sieben Zeichen haben - vorausgesetzt es wurde nicht bereits verwendet.

Das ganze kostet umgerechnet rund 640 Euro.

Das inzwischen berüchtigte Auto wurde auch in der Nähe des Grenzübergangs von Ungarn nach Westrumänien gesichtet.

Auf Anfrage von Euronews wollte ein Sprecher der Verkehrspolizei nicht sagen, ob der Autobesitzer gegen das Gesetz verstößt. Er wies aber darauf hin, dass "die rumänische Verkehrspolizei sich nicht mit der Fahrzeugregistrierung befasst".