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Pakistan: Jubelfeiern und Betrugsvorwürfe

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Pakistan: Jubelfeiern und Betrugsvorwürfe

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Nach den Parlamentswahlen in Pakistan haben Anhänger von Imran Khan die Verkündung von Teilergebnissen wie einen Sieg gefeiert. Der ehemalige Kricket-Nationalspieler und Gründer der Zentrumspartei PTI lag nach der Auszählung von 30 Prozent der Stimmen in Führung.

Die Wahlleitung teilte mit, es gebe technische Schwierigkeiten, deshalb verzögere sich die Bekanntgabe von Ergebnissen. Der Sprecher von Khans Partei sprach bereits vom Wahlsieg.

Die muslimische Partei PML-N des bis Juli 2017 amtierenden und mittlerweile wegen Korruption verurteilten ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif erhob den Vorwurf des Wahlbetrugs und kündigte an, die Ergebnisse nicht anzuerkennen. Auch die Pakistanische Volkspartei PPP beklagte Unregelmäßigkeiten: So seien Wahlbeobachter bedrängt und der Wahllokale verwiesen worden.

Überschattet wurde die Abstimmung von einem Anschlag, bei dem in der Stadt Quetta 31 Menschen ums Leben kamen.

Im Wahlkampf wurde der Armee vorgeworfen, sich mit unlauteren Mitteln einzumischen und für Beeinflussung zu sorgen. Insbesondere die PML-N sah sich eigenen Angaben nach als Ziel von ungerechtfertigten Maßnahmen, um die Fortsetzung ihrer Regierungsarbeit zu verhindern.