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Schwere Gefechte in der Ostukraine - Ungewissheit über Asow-Kämpfer

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Von Euronews mit AP, dpa
Vor dem Stahlwerk in Mariupol warten Busse auf ukrainische Kämpfer, die sich ergeben wollen
Vor dem Stahlwerk in Mariupol warten Busse auf ukrainische Kämpfer, die sich ergeben wollen   -   Copyright  AP/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Nördlich der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw laufen Aufräumarbeiten mit zivilen Baggern und Kränen, während nur wenige Kilometer entfernt Kämpfe zwischen den Kriegsparteien toben. 

Nach eigenen Angaben hat die ukrainische Armee in dieser Region russische Einheiten teilweise bis an die Grenze des Nachbarlandes zurückgedrängt. Weiter südlich versucht das russische Militär, die Gebiete Luhansk und Donezk vollständig zu erobern. Dabei wurden dort nach ukrainischen Angaben am Mittwoch 15 Zivilisten getötet, darunter mindestens ein Kind.

Unklare Lage im Asow-Stahlwerk

Im südöstlichen Mariupol haben sich seit Wochenbeginn nach russischen Angaben knapp tausend Soldaten aus dem umkämpften Asovstal-Stahlwerk ergeben. Laut eines Anführers der prorussischen Separatisten sind unter ihnen bislang keine Kommandanten gewesen. Eine unbekannte Anzahl von ukrainischen Soldaten hält sich weiterhin in dem verzweigten Industriegelände verschanzt.

In seiner nächtlichen Videoansprache kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an, das Kriegsrecht und die Generalmobilmachung um drei Monate bis 23. August verlängern lassen zu wollen. Zur Begründung sagte Selenskyj: "Unsere Armee und alle, die den Staat verteidigen, müssen über alle rechtlichen Mittel verfügen, um in Ruhe zu agieren." Gleichzeitig machte er den Menschen in den russisch besetzten Gebieten im Süden Hoffnung, dass die Ukraine sie befreien werde. 

Kiew: US-Botschaft wieder offen

Mit dem Hissen der amerrikanischen Fahne ist in Kiew die US-Botschaft nach rund drei Monaten Schließung wiedereröffnet worden. Man bekräftige damit das Engagement für die Ukraine, erklärte das US-Außenministerium. Es seien zusätzliche Sicherheitsmaßmnahmen für das zurückkehrende Personal getroffen worden. Auch die diplomatischen Vertretungen der EU und mehrerer westlicher Länder sind eingeschränkt wieder offen, die deutsche Botschaft bereits seit der vergangenen Woche.