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Stundenlange Ferien-Staus in England: Dover gibt Paris die Schuld

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Von Euronews
Stau bei Dover
Stau bei Dover   -   Copyright  AFP   -  

Der Start der Sommerferien in England hat zu einem Verkehrschaos auf den Straßen geführt. Lkw-Fahrer und Briten, die mit der Fähre in den Urlaub fahren wollten, mussten im Hafen von Dover stundenlang warten. Wartezeiten von bis zu sechs Stunden forderten die Geduld der Menschen heraus.

Der Fährhafen rief eine Notlage aus, weil der Verkehr völlig zum Erliegen gekommen war.

Die Hafenverwaltung macht die französischen Behörden verantwortlich. Die personelle Ausstattung an der Passkontrolle, die auf der britischen Seite stattfindet, sei trotz monatelanger Vorbereitung auf den erwarteten Ansturm ungenügend gewesen.

Personalmangel und Brexit

Hintergrund ist aber auch der Brexit. Britische Urlauber, die in die Europäische Union einreisen, müssen inzwischen ihren Pass stempeln lassen, weil sie sich nur 90 Tage lang in EU-Mitgliedstaaten aufhalten dürfen.

Zu den Schwierigkeiten am Ärmelkanal kam noch hinzu, dass auf wichtigen Verkehrsachsen in Großbritannien Proteste gegen die hohen Kraftstoffpreise angekündigt wurden.

Die Demonstranten wollten sich in extrem langsamen Fahrzeugkolonnen auf Straßen wie der Nord-Süd-Achse M5 und der Ost-West-Achse M4 bewegen, um den Verkehrsfluss zu stören. Die Route ist vor allem für Urlauber wichtig, die Urlaub im eigenen Land machen. Erwartet wird, dass sich das Chaos auf den Straßen am Wochenende noch verstärken wird.

Reisende aus Großbritannien sind inzwischen leidgeprüft. An britischen Flughäfen kommt es seit Wochen zu erheblichen Problemen. Grund ist meistens ein Mangel an Personal - wegen der Corona-Pandemie waren Beschäftigte entlassen worden, nun fehlen etliche Stellen. Außerdem fallen Mitarbeiter immer wieder kurzfristig wegen Infektionen aus. Hinzu kommen Streiks.